Am Schweiger kommt nicht mal der Willis vorbei

18. Februar 2013, 14:37 Uhr

Braucht es erst die geballte Stärke von Chuck Norris und Hans Sarpei, um Til Schweiger von der Pole der deutschen Kinocharts zu vertreiben? Bruce Willis ist jedenfalls gescheitert - wenn auch knapp.

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Zuschauerduell knapp entschieden: Til Schweiger hält sich auf Platz eins der deutschen Kinocharts, Bruce Willis stirbt auf der zwei den langsamsten Leinwandtod der Filmgeschichte.©

Til Schweiger vs. Bruce Willis. Dieser Zweikampf geht wohl nur im Kino zugunsten des Deutschen aus. Nach vorläufigen Angaben vom Montag lösten laut Media Control rund 529.000 Zuschauer ein Ticket für Schweigers Komödie "Kokowääh 2". 524.000 Zuschauer schauten sich "Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben" mit Bruce Willis an, der am Donnerstag Deutschlandpremiere feierte. Damit schneidet der Auftakt des fünften Films schlechter ab als sein Vorgänger im Jahr 2007: "Stirb langsam 4.0" kam damals in den ersten vier Tagen auf 802 000 Besucher und insgesamt auf rund 2,6 Millionen Zuschauer in Deutschland. Der Western "Django Unchained" von Quentin Tarantino rutschte von Platz zwei auf Rang drei mit weiteren 244 000 Zuschauern zwischen Donnerstag und Sonntag.

Ermittelt werden die Kinocharts wöchentlich vom Marktforschungsunternehmen Media Control. Zugrunde liegen jeweils die Besucherzahlen zwischen Donnerstag und Sonntag aller ca. 4.640 Leinwände in Deutschland.

Blick über den großen Teich

In den USA ballerte sich Willis dagegen an die Spitze der Kinocharts. "Ein guter Tag zum Sterben" war am Wochenende der meistgesehene Film in den Kinos der USA und Kanadas. Laut "Box Office Mojo" spielte er 25 Millionen Dollar (knapp 19 Millionen Euro) ein. Das ist ordentlich, aber auch kein Traumergebnis. Zum Vergleich: Der Zweitplatzierte, "Identity Thief - Voll Abgezockt" ist schon in der zweiten Woche, kam aber mit gut 23,4 Millionen ziemlich dicht an Willis heran. Und auch der Dritte, die tragische Romanze "Safe Haven", ist mit 21,4 Millionen in der Nähe. Der Roman von Schmachtprofi Nicholas Sparks ("Message in a Bottle") war in Deutschland unter dem Titel "Wie ein Licht in der Nacht" erschienen.

Auch auf Platz vier findet sich ein Neueinsteiger, der Trickfilm "Escape From Planet Earth" mit den Stimmen von Brendan Fraser und Jessica Alba - natürlich nur im Original. Die 16 Millionen Dollar dürften die Produzenten nicht ganz glücklich machen. Auf Platz fünf folgt mit "Warm Bodies" wieder eine Romanze. Diese ist allerdings etwas anders: Sie schildert die Liebe einer Frau und eines Zombies, und das alles noch aus der Sicht des Untoten. Neun Millionen Dollar war den Nordamerikanern der Film in der dritten Woche noch wert.

Bei Platz sechs, dem letzten Neueinsteiger unter den ersten zehn, ist es andersherum: Er ist Teenager, sie Hexe. "Beautiful Creatures - Eine unsterbliche Liebe" kann zwar mit Jeremy Irons angeben, trotzdem reichte es nur für 7,5 Millionen Dollar. Bei Kosten von 60 Millionen Dollar werden die Produzenten auf eine bessere zweite Woche hoffen.

jwi/DPA
 
 
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