Bushido klaut Songs und muss blechen

23. März 2010, 14:57 Uhr

Das tut weh: 60.000 Euro Schadenersatz wird Geldmaschine Bushido wohl noch verkraften, aber dass sein Erfolgsalbum "Von der Skyline zum Bordstein zurück" aus dem Verkehr gezogen wird, ist hart. Grund: Der Berliner Rapper hat geklaut.

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Rapper Bushido auf der Bühne. Dafür, dass er sich hat "inspirieren" lassen, muss er nun zahlen©

Bittere Schlappe für Erfolgsrapper Bushido: Das Hamburger Landgericht hat den Musiker und seine Plattenfirma wegen Plagiatsvorwürfen verurteilt. Die französische Gothic-Band Dark Sanctuary hatte Bushido in einem Zivilprozess verklagt, weil er unerlaubt 16 Titel von ihr verwendet und als seine eigenen ausgegeben habe. Das Landgericht verurteilte den Musiker am Dienstag zur Zahlung eines Schadenersatzes an die Autoren in Höhe von mehr als 60.000 Euro.

Außerdem ordnete das Gericht an, dass elf CDs beziehungsweise Sampler aus dem Verkauf genommen und geschreddert werden müssen, wenn Titel mit gestohlenen Teilen auf ihnen enthalten sind. Dazu gehört Bushidos Erfolgs-Platte "Von der Skyline zum Bordstein zurück". Allein auf diesem Album, das dem deutschen Rapper eine Platin-Auszeichnung für mehr als 200.000 verkaufte Exemplare einbrachte, erkannten die Franzosen demnach bei acht Musikstücken ihre eigenen Titel wieder. Daneben geht es um die Alben "Janine", "Bravo Hits 56", oder "The Dome Vol. 41". Die geklauten Songs sind laut Gericht unter anderem: "Sex in the City", "Bloodsport2", "Goldrapper", "Janine", "Es ist ok", "Träne aus Blut" oder "Wieder von der Sykline zum Bordstein zurück".

"Da hätte man fünfmal fragen müssen"

"Bushido hat sich mit fremden Federn geschmückt", sagte der Vorsitzende Richter Bolko Rachow. Der Musiker habe in 13 der 16 umstrittenen Titel sogenannte "urheberrechtlich geschützte Tonfolgen" benutzt, unter Musikern Loops genannt. Die Loops hat Bushido laut Gericht dann mehrfach hintereinander geschnitten und einen neuen Text darübergelegt. Die Richter sprachen den französischen Künstlern auch deshalb Schadenersersatz zu, weil Bushido ungefragt seine teils brutalen Texte über ihre Musik gelegt hatte. "Da hätte man fünfmal fragen müssen", sagte Richter Rachow. Das Gericht verurteilte Bushido und seine Plattenfirma außerdem dazu, umfangreich über Verkäufe und andere Erlöse durch die umstrittenen Titel Auskunft zu geben. Dadurch können die Kläger noch weitere Schadenersatzansprüche geltend machen. Auch die Einnahmen aus der Rechteverwertung GEMA stehen laut Urteil den Klägern zu.

Berufung möglich

Bushido wurde nach dem Erscheinen des Albums "Von der Skyline zum Bordstein zurück" 2006 mit dem MTV Europe Music Award in der Kategorie "Best German Act" geehrt. Auch im Jahr darauf holte er sich den Titel. 2007 und 2008 erhielt er außerdem den Echo für den besten Hip-Hop-Act Deutschlands. Mit seiner im September erschienenen Autobiografie schaffte der in Bonn aufgewachsene Musiker tunesischer Abstammung den Sprung in die Bestsellerlisten. Seine Film-Biografie "Zeiten ändern dich" läuft derzeit im Kino. Mehrere Texte von ihm sind frauen- und schwulenfeindlich.

Bei dem Prozess am Dienstag in Hamburg war der Musiker im Gerichtssaal nicht anwesend. Gegen das Urteil können er und seine Verteidiger Berufung einlegen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

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KOMMENTARE (10 von 16)
 
bR4iNST0RM (24.03.2010, 10:38 Uhr)
Lügen haben kurze Beine.
So ein Primitivling hat es nicht anders Verdient. Die ganzen Ehrungen, wie z.B. "Best German Act", die er unverständlicher Weise erhalten hat, (hat Deutschland wirklich nicht mehr zu bieten?!) muss er auch wieder abgeben, da genau das Album geehrt wurde, in dem er überwiegend die Plagiate verwendet hat.
Jetzt bekommt sein CD-Titel "Von der Skyline zum Bordstein" zurück, eine ganz Persönliche Note, wahrscheinlich war das auch das Einzige, was seiner "Kreativität" entsprungen ist.
Hoffentlich hört man in Zukunft nichts mehr von ihm und seinen Gesinnungsvertretern.
gesox (23.03.2010, 20:33 Uhr)
Wichtige Fragen
Wie wir aus der Presse gerade erfahren, hat die geistfreie Zone "Bushido" von einer weitgehend unbekannten Band reichlich geklaut - und das gleich bei 13 Songs.

Daraus ergeben sich wichtige Fragen:

1. Wie blöd kann man sein?
2. Wie kann es sein, daß jemand anders auch so schlechte Musik macht?
3. Werden seine Fans das als "normal, Alda" akzeptieren, weil sie ihr Einkommen ja ohnehin mit Dealen, Abziehen und Ladendiebstahl bestreiten?
4. Kann man aus den geschredderten Alben etwas Nützlicheres herstellen? Zum Beispiel Türstopper, Müllsäcke oder Klobürsten?

Die wichtigste Frage jedoch lautet:

Besteht Hoffnung, daß er in Zukunft keine "Musik" mehr produziert?
Leseratte79 (23.03.2010, 20:32 Uhr)
Höhö
ein Bekannter hat Post von Bushidos Anwalt bekommen weil er etwas von ihm heruntergeladen hat (kein Thema, ist nicht okay egal von welchem Künstler). Vielleicht war es ja eines von den genannten Leidern....Die Kohle die Bushido mit seiner Abmahnabzocke (er kassiert auch bei Kindern ab) einstreicht sollte er dann auch anteilig an die Band abgeben müssen. :-))))))))
1valentino (23.03.2010, 20:26 Uhr)
Versteh ich nicht!
Der Mann hat künstlerisch überhaupt noch nie etwas selbst verwirklicht. Er ist kein Künstler sondern ein durchproduzierter Konservenschreihals. Also das man damit noch Kinder und Spätpupertierende erreichen kann, verstehe ich ja, bei der RTL-Generation. Es wird aber doch wohl jedem Musikinteressierten lange klar sein, das Bushiedo von Anfang an geklaut, gesampelt und abgeguckt hat!? Guten Morgen! Aufwachen! Die Migrantenclowns sollten eh nicht mehr von den Privatsendern gefördert werden. Das wäre besser für unsere Kids, unsere Ohren und für das immer weiter sinkende Gesamtniveau unserer Gesellschaft.
hellwachabsolut (23.03.2010, 20:18 Uhr)
Der Name!
Der Kulturverfall in Deutschland hat nun einen weiteren Namen : bushido
ogniossi (23.03.2010, 20:11 Uhr)
bushido
hoffentlich merken seine fans jetzt endlich was sie da für ein vorbild haben. und hört auf diese scheiße die der typ da macht als mucke für h4 empf. zu bezeichnen!was soll das?
Kratos (23.03.2010, 17:42 Uhr)
dimmu borgir
dimmu borgir hat sich mit bushido außergerichtlich geeinigt, deshalb sind sie hier nicht vertreten
saulus (23.03.2010, 17:42 Uhr)
Bushido - das Wunderkind
und selbsternannter Drogenhändler mit Migrationshintergrund kann nicht gestohlen haben!

Und falls vielleicht doch, dann müssen alle Kids die von Bushido und seinen Rechtsanwälten abgemahnt werden jetzt doppelt zahlen.
sampler39 (23.03.2010, 17:13 Uhr)
Das ist erst der Anfang
re-aktor
gemach gemach. 60.000 Euronen sind erst der Anfang. Jetzt kommen erst die dicken Summen falls das Urteil rechtskräftig wird...arm wird er sicherlich nicht das andere ist ja schon :-)
floyd77 (23.03.2010, 16:54 Uhr)
Abstammung
Der Typ ist deutsch-tunesischer Abstammung. Er wurde sogar alleine von der Deutschen Mutter erzogen (laut Wikipedia).
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