Jon Bon Jovi nennt Drogenkollaps der Tochter "Tragödie"

22. November 2012, 11:15 Uhr

Bewusstlos und mit Drogen vollgepumpt - so wurde die Tochter des US-Rockstars im Zimmer ihres Studentenwohnheimes gefunden. Erstmals äußert sich Jon Bon Jovi zu dem Vorfall.

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Jon Bon Jovi mit seiner Frau Dorothea Hurley (r.) und seiner Tochter Stephanie Rose. Die 19-Jährige ist das älteste der vier Kinder des Paares.©

Schmal sieht er aus. Die Wangen eingefallen, die Stirn in Falten gelegt. Die Ereignisse der vergangenen Woche scheinen nicht spurlos an Jon Bon Jovi vorbeigegangen zu sein. Der 50-Jährige hat sich in einem Interview mit dem US-Sender "Fox 11" erstmals über den Drogenkollaps seiner Tochter geäußert. Stephanie Rose Bongiovi war vor einer Woche bewusstlos und mit Drogen vollgepumpt im Zimmer ihres Studentenwohnheimes gefunden worden. Ihr Mitbewohner Ian Grant, mit dem die 19-Jährige Heroin und Marihuana konsumiert hatte, musste mit ansehen, wie sie kollabierte. Er alarmierte den Notarzt, der Stephanie Rose ins Krankenhaus brachte. Sie wurde mittlerweile entlassen und erholt sich bei ihrer Familie in New York.

"Es ist menschlich", sagte Jon Bon Jovi im Interview. "Das Leben geht weiter. Solche Dinge passieren eben." Nach Bekanntwerden des Vorfalles hatte der Musiker vorerst alle Termine und Interviews abgesagt. "Dies Tragödie ist etwas, was ich erleben musste. Wir werden damit klarkommen", sagte der Rockstar gegenüber "Fox 11". "Die lieben Wünsche meiner Fans und Freunde haben unserer Familie unglaublich geholfen. Es geht uns gut."

Direkt nach Bekanntwerden des Drogenvorfalls hatte sich der Sänger via Twitter für die Unterstützung bedankt, aber sich nicht inhaltlich weiter geäußert: "Danke euch allen für die freundlichen Worte! Ihr wisst, wie ihr mich zum Lächeln bringen könnt." Jon Bon Jovi hat in früheren Interviews gestanden, dass er in den Achtzigern selbst mit Drogen experimentiert habe. Erst seine Frau Dorothea und die vier gemeinsamen Kinder hätten ihn ruhiger werden lassen. Der 50-Jährige ist seit 23 Jahren mit Dorothea Hurley verheiratet. Sie haben drei Söhne und eine Tochter im Alter zwischen acht und 19 Jahren.

Dieses stabile soziale Umfeld, so hofft der Familienvater, soll seiner Tochter helfen, ihre Drogenprobleme in den Griff zu bekommen. Berichte, wonach die 19-Jährige eine Entziehungskur mache, wies ein Bekannter der Familie zurück. Ihr Studium am New Yorker Hamilton College wird sie erst im kommenden Jahr fortsetzen. Immerhin eine Sorge weniger hat die Familie: Die Anklage gegen Stephanie Rose wegen Drogenbesitzes wurde fallengelassen. Seit 2011 gilt im US-Staat New York das sogenannte "Good Samaritan Law". Es schützt Betroffene, die nach einer Überdosis den Notruf alarmieren, vor einer Strafverfolgung.

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