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26. Juni 2009, 17:12 Uhr

Der "King of Pop" ist tot

Einer der größten Stars der Musikgeschichte ist tot: Michael Jackson ist im Alter von 50 Jahren in Los Angeles gestorben. Der "King of Pop" war mit Herzstillstand in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Ärzte versuchten vergeblich, Jackson wiederzubeleben. Eine Autopsie soll die Todesursache klären - möglicherweise waren Medikamente im Spiel.

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Polizisten schieben eine Bahre mit Michael Jacksons Leichnam in einen Krankenwagen. Ein Gerichtsmediziner soll die genaue Todesursache klären© Reuters

Michael Jackson, der selbsternannte "King of Pop", ist tot. Der Sänger, einer der größten Popstars aller Zeiten, starb am Donnerstag im Alter von nur 50 Jahren in Los Angeles an Herzversagen. Nach Angaben der Behörden wurde er um 14.26 Uhr (Ortszeit) von den Ärzten des UCLA Medical Center für tot erklärt.

Jacksons Bruder Jermaine teilte wenige Stunden nach dem plötzlichen Tod erste Einzelheiten mit. Demnach war Jacksons Privatarzt in der Villa des Sängers, als der 50-Jährige vermutlich einen Herzstillstand erlitt. Erste Wiederbelebungsversuche waren ohne Erfolg. Jackson wurde dann in das nahe gelegene UCLA Medical Center gebracht. Dort hätten die Ärzte über eine Stunde lang vergeblich versucht, das Herz des Sängers wieder zum Schlagen zu bringen, erklärte der Bruder vor Reportern in dem Krankenhaus. Vor dem Krankenhaus versammelten sich spontan Hunderte bestürzter Fans von Michael Jackson.

Die Leiche des Sängers wurde wenige Stunden später per Hubschrauber vom UCLA Medical Center zum Amt für Gerichtsmedizin des Bezirks Los Angeles geflogen. Dort soll eine Autopsie vorgenommen werden. Ergebnisse seien erst in einigen Tagen zu erwarten, sagte ein Sachexperte dem Sender "FoxNews". Das letzte Foto des Stars, das im Internet verbreitet wurde, zeigt Jackson mit einer Sauerstoffmaske auf einer Trage auf dem Weg in die Notaufnahme.

Familie vermutet Medikamentenmissbrauch

Mediziner, Rechtsexperten und Reporter spekulierten über die möglichen Ursachen, die zu dem Tod des zuletzt gebrechlich wirkenden Stars geführt haben können. Brian Oxman, einer der Anwälte der Jackson-Familie, schloss eine versehentlich eingenommene tödliche Dosis verschreibungspflichtiger Medikamente nicht aus. "Dies war etwas, was ich befürchtete und etwas vor dem ich gewarnt habe", sagte Oxman dem US-Sender CNN. Der Sänger habe zuletzt Mittel gegen frühere Verletzungen, darunter eine Rückenverletzung sowie ein Beinbruch, eingenommen, während er für seine bevorstehende Comeback-Tour probte. Jackson sollte am 13. Juli in London das erste von einer Serie von 50 Konzerten geben, die bis März 2010 geplant waren.

Der Anwalt warf der Entourage des Stars vor, möglichen Arzneimissbrauch begünstigt zu haben. "Die Leute, die um ihn herum waren, haben es ihm ermöglicht", sagte der Familiensprecher. Oxman zog eine Parallele zum Tod des Models Anna Nicole Smith, die vor zwei Jahren an einer Überdosis Medikamente gestorben war. Der Fall Smith sei "nichts im Vergleich zu dem, was wir in Jacksons Leben gesehen haben".

Auch Jacksons früherer Agent Michael Levine zeigte sich "nicht überrascht" über das Ableben. "Michael hatte seit Jahren einen unmöglichen und oftmals selbstzerstörerischen Weg eingeschlagen", sagte Levine. "Sein Talent stand völlig außer Frage, ebenso aber auch sein Unbehagen mit den Regeln dieser Welt."

Erfolgreichster Entertainer der Pop-Geschichte

Jackson gilt als einer der erfolgreichsten Entertainer überhaupt. Er hat 13 Grammy Awards erhalten und rund 750 Millionen Platten verkauft. Sein 1982 erschienenes Album "Thriller" - darunter die Hits "Beat It" und "Billie Jean" - ist mit mehr als 26 Millionen Exemplaren bis heute das meistverkaufte Album der Pop-Geschichte.

Quincy Jones, der das Album "Thriller" produziert hatte, äußerte sich bestürzt über den Tod Jacksons. "Ich habe einfach keine Worte, dass Michael in einem so jungen Alter von uns genommen wird. Ich habe heute meinen kleinen Bruder verloren, und ein Teil meiner Seele ist mit ihm gegangen." Sein musikalisches Erbe werde aber für immer bestehen bleiben.

Michael Jackson hinterlässt drei Kinder, die nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters vorerst bei ihrer Großmutter bleiben sollen.

DPA/AFP/Reuters
KOMMENTARE (10 von 45)
 
Malt (26.06.2009, 12:10 Uhr)
JoeSkeleton
Naja, von Marvin Gaye, James Brown, der Sugar Hill Gang, von den ganzen Discogruppen, den Temptations, aber auch z.B. von Falco... tänzerisch (Stichwort Moonwalk) vom Popping und Locking durch Gruppen wie die Rock Steady Crew.
.
Er war halt, finde ich, ein toller Entertainer und Selbstdarsteller, ähnlich wie Frank Sinatra... aber ein großer Musiker war er, meiner Meinung nach, nicht. Er hatte halt ein Gespür dafür was die Leute mögen.
GordonBleu (26.06.2009, 12:10 Uhr)
na, dann dauerts sicher nicht mehr lange ...
bis irgendjemand ein musical schreibt, sein leben verfilmt wird und sich noch ein paar frauen melden, die behaupten ihr kind wäre von ihm.
was für ein rummel ...
Administrator (26.06.2009, 12:08 Uhr)
Liebe User,
vielen Dank für Ihre zahlreichen Beiträge zum Tod des Michael Jackson. Wir möchten Ihnen die Gelegenheit geben, Ihre Anteilnahme auch weiterhin zum Ausdruck zu bringen und haben daher einen Blog veröffentlicht, der Abschiedsworte für Michael Jackson sammelt. Sie finden diesen hier: http://www.stern.de/blog/90_abschiedsworte_fuer_michael_jackson/archive/2579_kondolenz.html
JoeSkeleton (26.06.2009, 11:11 Uhr)
@gaga007
kein Grund sich auch noch damit zu brüsten,nicht wahr...war auch kein über jeglicher Kritik stehendes Leben,was er geführt hat...
sorry fürs Offtopic
gaga007 (26.06.2009, 11:04 Uhr)
NewWorld (26.6.2009, 10:21 Uhr) ...
... es mag Ihre Vorstellungskraft übersteigen, aber, ja - ich kannte Henry Nannen.
JoeSkeleton (26.06.2009, 10:41 Uhr)
@Malt
würd mich schon interessieren wo MJ geklaut haben soll...mir kam es immer so vor,als hätte er die Musikwelt mitgeprägt,und ich hab das seit "Thriller" mitverfolgt (nicht wirklich ein Fan von ihm,aber man konnte Jackson auch nicht aus dem Weg gehen,da war er zu präsent),und mich dann auch mal über seine Vergangenheit informiert.
Das er mit seinem Leben nicht zurecht kam,steht auf einem anderen Blatt.Und wer kann behaupten,ihn wirklich gekannt zu haben.Leicht hatte er es nicht,wobei er in seiner Naivität wohl auch einen Teil dazu beigetragen hat.Mir tut es leid,ich hätte ihm ein Comeback gegönnt.Trotz (oder gerade wegen) seines Werdegangs in den letzten Jahren.Schade.
AtticusFinch (26.06.2009, 10:38 Uhr)
@Malt
"Jacko" hat doch einen Großteil seiner Songs selbst geschrieben und auch die Choreografie seiner Auftritte selbst entworfen und damit einen Nerv seiner Zeit getroffen. Damit ist er für mich schon einer der größten Musiker aller Zeiten. Dass er damit einen Massengeschmack bedient, schmälert diese Leistung nicht. Machten Depeche Mode, die Beatles oder Pink Floyd nicht anders.
Aber letzlich kann man über Geschmack nicht streiten. Über sein Privatleben, bzw. das was die Medien daraus gemacht haben, kann und will ich micht nicht äußern.
Ach-nee (26.06.2009, 10:36 Uhr)
Wenn der Tod kommt...
Wenn der Tod kommt, dann muß man da alleine durch.M.J.hat diese Hürde genommen.Man kann nur hoffen, das er jetzt seinen Frieden hat.
Er hat uns viel geschenkt..., tolle Musik und damit auch viele schöne Stunden.Dafür : Danke.
Es ist aber wohl so, daß die sogenannten "Stars" alle etwas eigenartig oder seltsam sind, manche sind auch total drüber.Ich kann das oft nicht wirklich verstehen bzw. nachvollziehen.Mir fehlen die Worte zu Tom Cruise,Madonna,oder dem depressiven Robby und vielen anderen. Auf der anderen Seite,ein Stern der doppelt so hell brennt ,brennt auch nur halb so lang.Was hätte ein Jimi Hendix oder ein Phil Lynot (Thin Lizzy) noch für tolle Lieder schreiben können?In diesem Sinne.
Michael du armer ,reicher Mann...leb wohl.
kralli19 (26.06.2009, 10:36 Uhr)
Whatever....
Whatever happened....R.I.P., Michael and farewell....
acitapple (26.06.2009, 10:36 Uhr)
exakt, malt....
dem schliesse ich mich an. wenn ich dann noch lesen muss "er hat die musik zum leben erweckt", frage ich mich doch, ob da nicht stark übertrieben wird. es war nur popmusik, er hat diese kunstform nicht revolutioniert. da gab es etliche, die mehr für die kunst getan haben, als da wären john lennon (und seine 3 kumpels), jimi hendrix, eric clapton, sam cooke, marvin gaye, bob dylan etc.... die haben sogar instrumente gespielt und ihre eigenen songtexte verfasst. und das ohne casting. wow, nicht wahr ?
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