25. Dezember 2012, 10:23 Uhr

US-Sammelklage gegen neue Nutzungsbedingungen

Instagram wollte die von seinen Nutzern veröffentlichten Fotos kostenfrei für Werbungen auf Instagram- und Facebook-Seiten nutzen. Das brachte nun der Facebook-Tochter in den USA eine Sammelklage ein.

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Die neuen Nutzungsbedingungen des Online-Fotodienstes Instagram stoßen auf Kritik©

Gegen die neuen Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen des Online-Fotodienstes Instagram ist in den USA eine Sammelklage eingereicht worden. Wie die kalifornische Anwaltskanzlei Finkelstein und Krinsk mitteilte, reichte sie die Klage gegen die Facebook-Tochter bereits am Freitag bei einem Bundesgericht in San Francisco ein. "Instagram nimmt seinen Nutzern ihre Rechte, während es sich selbst von jeder Verantwortung abschirmt", heißt es in der Klageschrift.

Die neuen Nutzungsregeln sahen unter anderem vor, dass die von Instagram-Nutzern veröffentlichten Fotos weltweit und kostenfrei für Werbungen auf Instagram- und Facebook-Seiten genutzt werden dürfen. Nach einem Sturm der Entrüstung ruderte Instagram vor einer Woche allerdings zurück. "Um es deutlich zu sagen: Wir haben nicht die Absicht, Eure Fotos zu verkaufen", erklärte Mitbegründer Kevin Systrom. "Wir besitzen Eure Fotos nicht, das tut Ihr."

Facebook hält die Klage für "wertlos"

In der Klageschrift heißt es jedoch, Instagram habe seine Pläne nicht vollständig zurückgenommen, sondern die Regeln nur zu PR-Zwecken umformuliert. Außerdem solle sichergestellt werden, dass Instagram-Nutzer, die sich von dem Onlinedienst abwendeten, weiterhin alle Rechte über ihre dort veröffentlichten Bilder behielten. Die Anwaltskanzlei hob außerdem hervor, dass sich zehntausende Instagram-Nutzer im Bundesstaat Kalifornien der Sammelklage anschließen könnten.

Der Instagram-Mutterkonzern Facebook erklärte am Montagabend, die Klage sei "wertlos". "Wir werden sie energisch bekämpfen."

ds/AFP
 
 
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