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Elton John will sich bei Putin für Homosexuellenrechte einsetzen

Elton John ist in die Ukraine gereist und setzt sich bei Präsident Petro Poroschenko für die Rechte Homo- und Bi- und Transsexueller ein. Als nächstes möchte er sich Putin vorknöpfen.

Elton John steht mit rosa Brille und Anzug mit Krawatte und Einstecktuch am Rednerpult mit zwei dünnen, feststehenden Mikrofonen

Elton John setzt sich seit Jahren für die Rechte Homosexueller ein

Der britische Popstar Elton John kämpft bereits seit Jahren für die Rechte Homo- und Bi- und Transsexueller. Aktuell weilt er in der Ukraine und setzt sich dort persönlich beim Präsidenten Petro Poroschenko sowie bei führenden Geschäftsleuten für die LGBT-Bewegung ein. Er plädiert unter anderem dafür, dass Unternehmen Homosexuelle als Mitarbeiter beschäftigen und akzeptieren.

Als nächstes würde der Sänger sich am liebsten Wladimir Putin vorknöpfen. Das sagte John in einem Interview mit dem britischen Fernsehsender BBC. Gerne würde er sich mit dem schwulenfeindlichen russischen Präsidenten über dessen Haltung und über die Rechte von Homosexuellen in dessen Land unterhalten. Putins Einstellung gegenüber Schwulen und Lesben sei "ausgrenzend, vorurteilsbehaftet und lächerlich", sagt John der BBC.

"Wie kann man als Präsident solch dumme Dinge sagen?"

Allzu gute Chancen auf diese Debatte räumt er sich selbst jedoch nicht ein: "Das steht wahrscheinlich bloß in den Sternen. Er würde hinter meinem Rücken über mich lachen und mich einen absoluten Idioten nennen", sagt John. Dennoch wäre er gerne zu einem Gespräch bereit. "Zumindest könnte ich dann sagen, dass ich es versucht habe".

Der Sänger kritisiert Putins Aussagen scharf, wie etwa dessen eindringlichen Appell an Homosexuelle aus dem vergangenen Jahr, vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi: "Lassen Sie bitte die Kinder in Ruhe", hatte Putin damals gesagt. Elton John zeigt sich im Interview schockiert von Äußerungen wie diesen. "Wie kann man als Präsident bloß solch dumme Dinge sagen?", fragt er fassungslos.

Seit 2013 gilt in Russland sogar ein Gesetz gegen "Homosexuellen-Propaganda". Es verbietet jedem, der sich im Land aufhält, jegliche positive Äußerung über Homosexualität im Internet und in der Presse sowie überall, wann immer Minderjährige anwesend sind. Wer sich nicht daran hält, muss mit Geldstrafen von bis zu 2300 Euro rechnen.

jen
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