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#aufschrei

Die Sexismus-Debatte hat auf Twitter einen Wutsturm entfacht. Seit Donnerstagnacht schreiben Tausende Frauen über ihre ganz alltäglichen Erfahrungen.

Über Nacht haben Frauen und Mädchen Twitter als Sprachrohr für die eigene Wut entdeckt. Unter dem Hashtag #aufschrei berichten sie in Tausenden Tweets von den alltäglichen Erfahrungen mit Sexismus: vom Anstarren in der U-Bahn über verbale Angriffe bis zum Übergriff. Das reicht vom detaillierten "Die Männer, die mir als 13jähriger im Schwimmbad unter Wasser an die Brust und zwischen die Beine griffen" (Atari-Frosch@AtariFrosch), zum allgemeinen Dauerfrust "All die dummen Sprüche und ekligen Blicke, an die frau sich gar nicht mehr erinnert, weil sie die einfach immer verdrängt hat" (Helga 海文 @hanhaiwen) bis zur blanken Wut "Und jeder einzelne fucking 'das war doch nur n scherz'!!!" (Janne Worcek @Chwesta).

#aufschrei ist Ausdruck einer Debatte über Sexismus, die von zwei Magazinartikeln im "Spiegel" und im stern angestoßen wurde, in denen junge Journalistinnen vom Sexismus im Politikbetrieb berichteten, den sie am eigenen Leib erfahren haben.

Der Strom der Erinnerungen in 140 Zeichen macht deutlich, wie normal es in diesem Land ist, dass Frauen und Mädchen nicht respektiert und auch tätlich angegriffen werden. Wie ernst die Lage ist, machen diverse feindliche Reaktionen von Männern deutlich. Doch gibt es auch viele, die nicht nur Verständnis, sondern auch Empathie zeigen: "das traurigste an dieser ganzen #aufschrei-geschichte ist, dass es mich nicht ein bisschen überrascht", schreibt Hagen @ausnahmsweise.

"Ich heule gerade, aber hört bloß nicht auf!", schreibt Anne Wizorek @marthadear.

sal

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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