17-Jährige soll die gesuchte Tierquälerin sein

21. Juni 2013, 12:51 Uhr

Im rheinischen Krefeld wurden ein Schafbock und ein Pony geköpft, die Bekennerbriefe waren unterzeichnet mit "Euer Tierquäler". Die Polizei nahm jetzt ein 17-jähriges Mädchen fest.

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Ein Pferd auf einer Weide. Viele Besitzer haben Angst um ihre Tiere.©

Im rheinischen Krefeld schockierten blutige Tierquälereien die Bevölkerung. Nach übereinstimmenden Medienberichten hat ein 17-jähriges Mädchen die Taten begangen. Die Ermittler wollten dies am Freitag nicht bestätigen. Man werde auch künftig lediglich von einer "minderjährigen Person" sprechen.

Der oder die Verdächtige hatte ein Teilgeständnis abgelegt. Nach der Aussage hatten die Ermittler den abgetrennten Kopf von Schafbock "Piet" sichergestellt. Ein tagelang in Untersuchungshaft sitzender Erwachsener wurde daraufhin freigelassen. Inzwischen spreche Einiges dafür, dass er mit den bestialischen Taten nichts zu tun hatte, räumten die Ermittler ein.

Der Tierquäler hatte mehrere Wochen lang sein Unwesen getrieben. Er suchte einen bei Kindern beliebten Mitmach-Bauernhof in Krefeld heim und köpfte dort den beliebten Schafbock. Später trennte er einem Zwergpony den Kopf ab. Kopfhaut und Ohren des Ponys legte er Anwohnern in eine Garageneinfahrt. Okkultismus hatten die Ermittler als Motiv ausgeschlossen.

Mit seinen Taten hatte sich der Täter in Bekennerbriefen gebrüstet, die mit "Euer Tierquäler" gezeichnet waren. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter auch zwei Pferde auf einer Weide mit Stichen verletzt hat. An eines der Tiere soll er ein Fahndungsplakat geheftet haben, mit dem nach ihm selbst gefahndet wurde.

Die Tatserie hatte auch Experten alarmiert. Tierquälereien gelten als Anzeichen für eine sadistische Persönlichkeit, es können aber auch andere Ursachen dahinter stecken. Mädchen und Frauen werden vergleichsweise selten zu Täterinnen. Bei ihnen vermutet die Forschung als Ursache eher eine traumatische Störung als einen sadistischen Antrieb.

Weitere Einzelheiten wollen die Ermittler am kommenden Dienstag bekanntgeben. Der oder die minderjährige Verdächtige ist auf freiem Fuß. Die Ermittler gehen davon aus, dass von der Person keine weitere Gefahr für Tiere ausgeht.

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