Benedikt XVI. bleibt weiter "Seine Heiligkeit"

26. Februar 2013, 16:21 Uhr

Joseph Ratzinger wird auch nach seinem Rücktritt als Papst den Titel "Seine Heiligkeit Benedikt XVI." tragen. Auch die Kleiderfrage ist schon geregelt - Papst emeritus trägt weiß.

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Benedikt XVI. darf weiter das weiße Papstgewand tragen©

Der Papst wird nach seinem Rücktritt am Donnerstag den Titel "Seine Heiligkeit Benedikt XVI., emeritierter Papst" oder "Seine Heiligkeit Benedikt XVI., emeritierter römischer Pontifex" tragen. Er sei das erste Kirchenoberhaupt seit dem Mittelalter, das diese Bezeichnung führt, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Dienstag. Wer Benedikt anreden wolle, könne weiterhin "Eure Heiligkeit" sagen. Sein Siegelring wird entsprechend der Tradition zerstört.

Das bisherige Oberhaupt der katholischen Kirche könne auch nach seinem Rücktritt das weiße Papstgewand tragen, sagte Lombardi. Außerdem werde Benedikt XVI. weiterhin die Schuhe anziehen, die ihm mexikanische Handwerker im vergangenen Jahr geschenkt hatten. Benedikt habe die Entscheidungen nach Rücksprache mit Mitarbeitern des Vatikans getroffen.

Keine besondere Zeremonie zum Rücktritt

Den Angaben zufolge hat der Papst bereits offizielle Dokumente, die archiviert werden sollen, und persönliche Unterlagen, die er mitnehmen wird, auseinander sortiert. Offiziell endet seine Amtszeit am Donnerstag um 20 Uhr. Eine besondere Zeremonie ist dafür nicht vorgesehen. Den Plänen zufolge wird der Papst bereits einige Stunden zuvor den Vatikan verlassen und im Hubschrauber zu seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo 25 Kilometer südlich von Rom fliegen. Dort soll er die nächsten zwei Monate verbringen.

Am Montag hatte der Papst per Dekret ein Vorziehen des Konklaves zur Wahl seines Nachfolgers ermöglicht. Dieses könnte nun bereits in der ersten Märzhälfte abgehalten werden. Lombardi sagte, am kommenden Montag sollten Gespräche der Kardinäle über den genauen Termin beginnen.

Zum Konklave werden die wahlberechtigten Kardinäle, die nicht älter als 80 Jahre sein dürfen, in geheimer Sitzung in der Sixtinischen Kapelle zusammenkommen. Für die Wahl des neuen Oberhaupts der katholischen Kirche ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich. Der deutsche Papst hatte vor zwei Wochen überraschend seinen Rücktritt zum 28. Februar angekündigt und dies mit seiner Gesundheit begründet. Üblicherweise wird das Amt bis zum Tode ausgeübt.

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