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26. Juli 2009, 16:51 Uhr

Polizei-Kontrollen in Flatrate-Bordellen

Bundesweite Razzia in Bordellen: Die Polizei hat in vier Städten Prostituierte und Kunden in Lusthäusern kontrolliert, wo es Sex zum sogenannten Flatrate-Tarif gibt. Anlass des Einsatzes waren unter anderem angebliche "hygienische Missstände".

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Einmal zahlen, Sex so viel der Kunde will: Prostituierte in einem Flatrate-Bordell© Bernd Weißbrod/DPA

Polizei und Justiz erhöhen den Druck auf die Betreiber sogenannter Flatrate-Bordelle. Mehrere hundert Beamte haben Flatrate-Bordelle in vier deutschen Städten durchsucht. Kontrolliert wurden sämtliche Mitarbeiter, Prostituierte und Kunden, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Waiblingen mitteilte.

Betroffen waren Bordelle in Fellbach bei Stuttgart, Heidelberg, Schönefeld bei Berlin und Wuppertal in Nordrhein-Westfalen. Die Aktion beruhe auf dem Verdacht, dass die Bordellbetreiber Beiträge zur Sozialversicherung hinterzogen haben und ohne Genehmigung ausländische Prostituierte beschäftigen.

An der Aktion waren den Angaben zufolge die Polizei, Staatsanwaltschaften, der Zoll sowie andere Überwachungsbehörden beteiligt. Auch die Gaststätten-, Gewerbe- und Gesundheitsaufsicht schickten Beamte. Sie gingen konkreten Hinweisen nach, nach denen es in den Bordellen hygienische Missstände geben soll. Die Polizei in Waiblingen koordinierte die Durchsuchungen.

Flatrate-Bordelle sind seit Anfang Juli in der politischen Diskussion. Politiker wollen die Einrichtungen verbieten. Die Bordellbetreiber werben mit Sex nach Belieben zum Festpreis.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 17)
 
hardius (27.07.2009, 19:56 Uhr)
Wahlkampf
Super Aktion: Zielgruppe Rentner! Die deutsche Wählerschaft ist überaltert und sieht die Botschaft schon wohlwollend:
Unsere sauberen Politiker hüten Ordnung und Moral!
Oh man!
rvoelsch (27.07.2009, 09:48 Uhr)
"Flatrate"
Nicht desto trotz sollte vorsichtig mit dem Begriff "Flatrate" umgegangen werden. Wenn zuviel davon gebrauch gebrauch gemacht wird, erfolgt meistens ein Rauswurf. Die Geschichten rund um die Telefongesellschaften sollten warnende Beispiele sein.
GordonBleu (27.07.2009, 09:34 Uhr)
seit wann ....
gehört es denn zur aufgabe der polizei, einem whirlpool wasserproben zu entnehmen oder im kühlschrank lebensmittel auf das eingehaltened mindesthaltbarkeitsdatum zu kontrollieren?
MadameJ (27.07.2009, 08:21 Uhr)
aktuell
scheinbar scheint was dran zu sein, denn die Bordelle in Heidelberg und Fellbach sind nun erstmal geschlossen. Begründung:
"Grund für die Schließung der Bordelle in Fellbach und Heidelberg sind hygienische Mängel. Diese ließen einen weiteren Betrieb nicht zu, sagte Fellbachs Oberbürgermeister Christoph Palm (CDU). So seien die Massagebänke und andere Liegemöbel stark verunreinigt gewesen. Zudem sei der Whirlpool in einem sehr schlechten hygienischen Zustand und Lebensmittel seien unter nicht zulässigen Bedingungen gelagert worden. In einem Fall gebe es einen konkreten Hinweis auf Zwangsprostitution.
In Fellbach wurden bei der Razzia zwölf Personen festgenommen. Gegen die 25 Jahre alte Betreiberin des Bordells und ein 25-jähriges Mitglied der Geschäftsführung wurden Haftbefehle erlassen. Weitere Haftbefehle wurden am Abend noch geprüft."
(http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,638406,00.html)
Lecker :)
AxelR. (27.07.2009, 08:08 Uhr)
vorgeschoben
Ich halte die Durchsuchungsgründe für vorgeschoben und betrachte sie als reine Staatswillkür. Schließlich hat man staatlicherseits im Vorfeld bereits überlegt, wie man diesen Bordellen beikommen kann. Den Betreiber werden die Aktionen auch kaum überraschen. Ob etwas dran ist an den Vorwürfen wird sich hoffentlich bald herausstellen.
Mikelm (27.07.2009, 07:48 Uhr)
Besser dort arbeiten als im.......
Untergrund, bzw. in einer Wohnung mit illegalen Zuhältern. In ganz Deutschland arbeiten Frauen illegal in Wohnungen und werden gezwungen von ihren Zuhältern, was es in einem angemeldeten Bordell nur selten gibt. Es ist eines der ältesten Gewerbe der Welt und wir sollten alles dafür tun, den Frauen zu helfen und sie aus der Illigalität herraus holen, dieses geht nur in offiziellen Bordellen! Dort arbeiten Frauen mit einer Anmeldung und in der Regel mit einer gesundheitlichen Kontrolle. Auch Übergriffe sind eher selten, was in der Illigalität sehr oft vor kommt!!
JoaG (27.07.2009, 02:50 Uhr)
Kann man noch hingehen oder sind die Läden jetzt dicht?
Das geht aus dem Artikel nicht hervor. Es hat eine Razzia statt gefunden. Was heisst das? Sind die Läden jetzt geschlossen oder kann man(n) morgen wieder hingehen? Würde man dann gleich von der Polizei wieder kontrolliert oder muss man damit rechnen, abgelichtet in der Bildzeitung zu landen?
Bebuquin (26.07.2009, 23:21 Uhr)
Tja...
... da sind wir Menschen schon eine komische Spezies. Sex ist etwas anrüchiges, das möglichst kontrolliert werden muss, ja nichtmal als Dienstleistung verkauft werden darf. Aber fürs Krieg führen, Menschen töten... da gibt es Lob und Ehrungen. *kopfschüttel*
wahrheit29 (26.07.2009, 23:07 Uhr)
Ablenkung von den wirklichen Missständen
Haben wir denn in diesem Land keine anderen Probleme zu lösen als Flatrates in Bordellen nach zu gehen? Unsere Beamten sollten sich doch bitte für die von uns Steuerzahler erbrachten Gehälter um die wichitigen Dinge kümmern und nicht durch Nebenkriegsschauplätzen von den dringenden Mißstände im Lande anlenken.
bigcpoint (26.07.2009, 20:20 Uhr)
Schön !
70 Euro !
Nicht schlecht. Echte Konkurrenz für einen "normalen Abend".
Kein Wunder das die Hälfte der Bevölkerung dagegen ist.
So hat die Krise auch ihr Gutes.
Kann sich Otto Normalbürger auch mal fühlen wie ein VW Manager.
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