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4. Januar 2008, 10:48 Uhr

Deutscher stirbt bei Liftunglück

Bei einem Sessellift-Unglück in der Schweiz ist ein deutscher Skifahrer getötet und drei weitere Urlauber teilweise schwer verletzt worden. Nicht nur die genaue Unfallursache, sogar der Unfallhergang ist noch unklar.

Das Unglück ereignete sich im Skigebiet Kleine-Scheidegg© Arnd Wiegmann/Reuters

Bei einem Unfall auf einem Sessellift im Schweizer Skigebiet Kleine-Scheidegg ist am Donnerstag ein Deutscher ums Leben gekommen. Drei weitere Menschen wurden verletzt, darunter eine Deutsche, wie eine Sprecherin der Schweizer Jungfraubahnen mitteilte. Die Deutsche erlitt mittlere bis schwere Rücken- und Lendenwirbelverletzungen, jedoch seien keine Lähmungserscheinungen aufgetreten, sagte ein Sprecher. Sie sei wieder ansprechbar. Bei den weiteren Opfern handelt es sich um Australier. Die drei Verletzen wurden per Hubschrauber ins Spital Interlaken gebracht.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben einer Sprecherin der Bergbahn um die Mittagszeit im Gebiet Kleine Scheidegg im Berner Oberland. Die Ursache war zunächst unklar. Ein Seilbahnsprecher sagte im Schweizer Fernsehen, ein Seil sei gerissen und habe einige Sessel auf den Boden geschleudert. Dagegen heißt es auf der Internetseite der Jungfraubahnen: "Nach ersten Erkenntnissen entgleiste das Seil bei einem Mast aus der Rollenbatterie." Die Kantonspolizei Bern leitete Ermittlungen ein.

Skifahrer vom Boden aus geborgen

Zur Zeit des Unfalls befanden sich 75 Personen im Lift. Zwischen Eiger und Lauberhorn blies in etwa 2000 Meter Höhe Föhn mit einer Stärke von etwa 90 Kilometern pro Stunde. Wegen des starken Windes gab es erhebliche Probleme, als ein Hubschrauber die Unfallopfer aufnehmen sollte. Daher wurden die übrigen Skifahrer im Lift vom Boden aus geborgen. Die Passagiere mussten bis zu eineinhalb Stunden im Föhnsturm ausharren, bis die Bergung abgeschlossen war.

Die Sesselliftbetreiber zeigten sich auf ihrer Internetseite bestürzt über den Unfall und sprechen den Angehörigen des Getöteten ihre Anteilnahme aus. Der Sessellift erhielt 1982 seine erste Betriebsgenehmigung, die 2005 bis 2022 verlängert wurde.

tk/AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
catchme (04.01.2008, 17:18 Uhr)
Der Liftbetreiber muss sich also fragen lassen, ob ihm Geld und Profit wichtiger sind als seine zahlenden Gäste ...
... diese Frage ist eindeutig mit " ja " zubeantworten ... die Profitgier der Alpenbewohner ist schon durch verschiedene Ereignisse ( Glykol-Wein, Mautabzocke, Kaprun ) bewiesen worden !
maindelfin (04.01.2008, 12:27 Uhr)
furchtbares Unglück, ....aber
Ein furchtbares Unglück. Ohne der Untersuchung vorgreifen zu wollen muss man aber schon fragen dürfen: Wieso war der Lift bei einem solch starken Wind überhaupt in Betrieb. Es hätte erst gar nicht so weit kommen dürfen, dass mehrmals der Windalarm des Liftes ausgelöst wurde! Der Liftbetreiber muss sich also fragen lassen, ob ihm Geld und Profit wichtiger sind als seine zahlenden Gäste!!!!
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