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"Sie zerrissen meinen Slip"

Sie fassten ihr in den Intimbereich, zerrissen ihre Unterwäsche: Eine 25-jährige Frau verbrachte den Silvesterabend auf dem Hamburger Kiez - und wurde ebenfalls Opfer übergriffiger Männergruppen.

Die Große Freiheit in Hamburg: Übergriffe auf junge Frauen an Silvester

Die Große Freiheit in Hamburg: Übergriffe auf junge Frauen an Silvester

Die sexuellen Übergriffe auf Frauen in Köln und Hamburg in der Silvesternacht sorgen derzeit für Entsetzen. Immer mehr Opfer melden sich zu Wort, immer weitere verstörende Details kommen ans Licht. Die 25-jährige Anne F. ist eine der Betroffenen, auch sie wurde auf dem Hamburger Kiez von Männern umzingelt, festgehalten und aggressiv betatscht. "Ich hatte solche Angst und war so hilflos", sagte sie der "Hamburger Morgenpost".

Dem Bericht nach arbeitete die junge Frau an Silvester in einer Bar in der Großen Freiheit, einer Seitenstraße der Reeperbahn. Kurz nach Mitternacht verließ sie den Laden, um zum nahe gelegenen Hans-Albers-Platz zu laufen. Dort wollte sie einen Freund treffen.

"In der Masse bemerkte ich erst ein paar Hände an meinem Hintern", sagte sie. Ein junger Ausländer habe sie aus der Masse gezogen, hielt sie fest und wollte sie küssen. Anne F. konnte sich losreißen. Sie schaffte es zu ihrem Bekannten.

"Ihre Hände waren überall"

Auf dem Rückweg wurde es den Angaben zufolge noch schlimmer: Als sie im Gedränge der Großen Freiheit stand, war sie plötzlich umzingelt von Männern. Wie viele es waren, weiß sie nicht mehr genau - vielleicht vier oder sechs.

"Ihre Hände waren überall am Unterleib, zerrten immer wieder mein Kleid hoch", sagte sie zur "Mopo". "Die Männer waren so grob. Sie zerrissen erst meine Strumpfhose und dann meinen Slip. Ich habe jetzt noch davon rote Schrammen." Sie schrie - und wurde von einem Mann aus der Menge gezogen und in Sicherheit gebracht. "Ich bin ihm so dankbar", so die junge Frau gegenüber der Zeitung.

Allein in Köln sollen hunderte Frauen an Silvester Opfer sexueller Übergriffe geworden sein. Später stellte sich heraus, dass ähnliche Vorfälle in zahlreichen Städten passiert waren. Laut einem BKA-Bericht waren zwölf Bundesländer betroffen. Die meisten Anzeigen erfolgten in Nordrhein-Westfalen.

kis
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