Tiertransporter kippt um - 700 Ferkel notgeschlachtet

22. Februar 2013, 12:55 Uhr

Auf einer bayerischen Autohbahn ist ein Tiertransporter mit hunderten Ferkeln verunglückt. Da eine Bergung der Tiere nicht infrage kam, ordnete eine Tierärztin die Tötung an.

Schweine, LKW, Vaterstetten, Autobahn, Tiertransport

Der umgestürzte Tiertransporter kurz vor der Raststätte Vaterstetten. Rund 700 Ferkel mussten nach dem Unfall direkt auf der Autobahn getötet werden.©

Nach dem Unfall eines Tiertransporters auf der Autobahnumgehung von München sind fast 700 Ferkel getötet worden. Der Sattelzug war in der Nacht zum Freitag auf der A99 in Höhe Vaterstetten (Landkreis Ebersberg) von der Fahrbahn abgekommen und umgestürzt. Auch die Boxen auf der Ladefläche mit je etwa zehn Ferkeln kippten dadurch um. Weil die Bergung der Schweine nicht ohne Verletzungen möglich war, ordnete eine Amtstierärztin das Töten noch am Unfallort an. Die Kadaver kamen danach zur Tierkörperbeseitigung.

Der Unfall hatte sich um 00.46 Uhr ereignet. Die Polizei geht von einem Fahrfehler des 73 Jahre alten Fahrers rund 100 Meter vor der Raststätte Vaterstetten aus, die der Mann wahrscheinlich ansteuern wollte. Zugmaschine und Auflieger kippten seitlich um, nachdem der Sattelzug ins Schleudern geraten war.

Das im norddeutschen Kreis Schleswig-Flensburg zugelassene Fahrzeug hatte die Ferkel nach den Angaben der Polizei in Dänemark abgeholt. Die Tiere sollten nach Italien gebracht und dort gemästet werden. Der Fahrer blieb bei dem Unfall unverletzt.

Stresshormone machen Fleisch ungenießbar

Die genaue Zahl der auf vier Etagen der Ladefläche verteilten Ferkel stand zunächst nicht fest. Jedoch ging die Polizei aufgrund der Frachtpapiere von knapp 700 Schweinen aus. Die Amtstierärztin beim Landratsamt Ebersberg ordnete das sofortige Töten der Schweine an. Zur Begründung hieß es, dass die Ferkel durch den Unfall Stresshormone wie etwa Adrenalin ausgeschüttet hätten. Aus lebensmittelrechtlichen Gründen seien die Tiere daher nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Mehrere Metzger übernahmen an der Autobahn das Töten. Die laut Augenzeugenberichten teils laut quiekenden Ferkel wurden zunächst mit elektrischem Strom betäubt und dann "entblutet", wie es eine Behördensprecherin nannte. Anschließend kamen die Kadaver in eine Anlage zur Tierkörperbeseitigung. Einige Ferkel waren schon bei dem Unfall verendet.

Der umgekippte Sattelzug sollte noch am Freitag geborgen werden. Dazu musste die Autobahn Richtung Süden zeitweise total gesperrt werden. Möglicherweise ist Öl oder Dieselkraftstoff ausgelaufen. Zur Bergung und dem Töten der Ferkel waren bis zu zwei Fahrspuren gesperrt worden. Es bildete sich ein Stau von rund vier Kilometern.

Panorama
Noch Fragen?

Neue Fragen aus der Wissenscommunity

  von Amos: Kloppo hört auf. Wer könnte ihn beerben?

 

  von Amos: Wenn ich mich in Österreich an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit halte, werde ich immer überholt.

 

  von Gast 108287: Wir haben einen Kater und eine Katze.Er hat viele Zecken sie kaum.Der Lebensraum ist der gleiche...

 

  von Gast 108285: Suche Film den ich in meiner Kindheit gesehen habe(war damals schon älter und hatte stark...

 

  von ichJulia22: Kann man 1,5 Jahre anrechnen lassen als Ausbilungszeit?

 

  von Amos: Klopp schmeißt hin, Tuchel wird Nachfolger. Das Trainerkarussel dreht sich!

 

  von Amos: Was hat die Welt früher eigentlich ohne Kitas gemacht?

 

  von Gast 108253: Epson FaxdruckerWF 2630 mit Fritzbox 7330 verbinden

 

  von Gast 108251: Seit wann muß man mit der Ultraschall-Zahnbürste an den Zähnen langfahren? Laut Beschreibung hält...

 

  von Gast 108247: Nahverkehr in Kopenhagen

 

  von Gast 108238: Reisekosten oder Weg zur Arbeit?

 

  von Gast 108234: Informatik , java ,

 

  von Gast 108228: Vermächtnis und Schenkung bei Hauskauf

 

  von Johannie: Suche ein bestimmtes Star Wars Poster

 

  von Gast 108218: Autoradio, es wird nicht die komplette disk (mp³) abspielt

 

  von Gast 108199: Besuch aus Afrika Einreisebestimmungen

 

  von Gast 108197: Spielplatz Bundesland Baden Würtenberg ( MA )

 

  von Gast 108195: heiraten in dänemark als ausländer

 

  von Gast 108193: Ich möchte knusprige Rosmarinkartoffeln machen. Nehm ich hierzu Ober-/ Unterhitze oder eher Umluft?

 

  von Musca: Flüchtige Augenblicke, Momente, wem fehlt nicht die Sonne ?