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Animationen zeigen "Monstersturm" über dem Nordpol

Ein Sturm von historischen Ausmaßen lässt die Temperaturen über dem Nordpol auf 40 Grad über Normalwert klettern. Anhand von Animationen werden die extremen Dimensionen des Wettersystems bei Island deutlich.

  Der Grüne Bereich über dem Nordatlantik zeigt die hohen Temperaturen, die das Wetterphänomen mit sich bringt

Der Grüne Bereich über dem Nordatlantik zeigt die hohen Temperaturen, die das Wetterphänomen mit sich bringt

Einen solchen Sturm über dem Nordpol hat man in der Form im Norden noch nicht beobachtet: Mehrere hundert Kilometer ist das Wettersystem lang, das subtropische Luft aus der Äquatorregion in Richtung Nordpol befördert. Vor Island formiert sich der Sturm nun - und wird der nördlichen Polarregion Temperaturen bescheren, die bis zu 50 Grad über dem Normalwert für diese Jahreszeit liegen. Am Nordpol, der momentan 24 Stunden am Tag in Dunkelheit gehüllt ist, liegen die Temperaturen in der Regel zu dieser Jahreszeit bei minus 30 bis minus 40 Grad.

Warum sich eine solche Wetterlage ausgebildet habe, sei wissenschaftlich nicht zu erklären, sagte Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD). "Es ist ein Ausdruck des chaotischen Systems Atmosphäre." Ein solches Einzelereignis sei weder vorhersehbar noch erklärbar. Mit dem Klimawandel habe es nichts zu tun, und auch das Wetterphänomen "El Niño" im Pazifik spiele dabei keine Rolle.

Hier können Sie eine Live-Animation verfolgen, die zeigt, wie sich die Luftmassen über dem Nordpol bewegen:

Ein Zeitraffervideo des Sturms vom britischen Wetterdienst:

Diese Aufnahmen zeigen, dass es am Nordpol gerade wärmer ist als in Südkalifornien:

amt/kis/DPA

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