Das sind Mallorcas schönste Strände

Menschenleere Strände auf Mallorca gibt es in der Hochsaison schon lange nicht mehr. stern.de stellt die zehn schönsten Buchten der Insel vor - von denen einige weniger besucht sind. Von Eva Wackerhagen

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Wo Mallorcas schönste Badebuchten liegen©

Cala Figuera - der raue Norden

Cala Figuera, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Fischerort im Südosten der Insel, ist eine wunderschöne kleine Bucht im Norden der Insel. Neben der Cala Figuera bietet die Halbinsel Cap Formentor noch andere tiefliegende kleine kaum besuchte Buchten wie zum Beispiel der Cala Murta. Für Besucher, die vor dem Ballermann-Trubel auf der Insel fliehen wollen und das "andere Mallorca" suchen, sind die Cala Figuera und die anderen Buchten im Norden gut geeignet. Die kurvenreiche Anfahrt hält viele Touristen ab, dennoch sollte man die Mittagszeit meiden, wenn man die Bucht nicht mit vielen Urlaubern teilen möchte. Bei dem sauberen und feinen Sand und den atemberaubenden Ausblicken, kommt man in Versuchung, seinen Aufenthalt im Norden Mallorcas zu verlängern.

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Die Platja de Muro bietet viele Wassersportangebote©

Platja de Muro - die schöne Lange

Die Platja de Muro liegt an der Bucht von Alcúdia im Nordosten der Insel. Der feine Sandstrand ist über vier Kilometer lang und 30 Meter breit. Mit dem flachen Einstieg ins Meer und dem mäßigem Wellengang ist die Platja de Muro auch für Kinder und Sportbegeisterte geeignet: Im Wasser werden Bananaboot-Fahrten, Kitesurfen, Segeln, Tauchen und Surfen angeboten, und am Strand sind Volleyballnetze aufgespannt. Das Wasser ist sehr sauber, jedoch vom Wind oft aufgewühlt. Die Dünenlandschaft an vielen Abschnitten und die Schatten spendenden Pinien sorgen für ein Naturgefühl. Sonnenschirme und Liegen können gemietet werden, und es gibt Süßwasserduschen. An der Strandpromenade gibt es viele Kneipen und Bars, so dass man nach einem Strandtag auch abends bei einem Bier das Mittelmeer hautnah erleben kann.

Cala Torta - zwischen Hügeln und Meer

Cala Torta ist eine rund 130 Meter lange und 200 Meter breite saubere Bucht, die vom Städtchen Artà im Nordosten der Insel zu erreichen ist. Hinter dem Strand, der eine gute Mischung aus Sand und Steinen aufweist, gibt es viele naturbelassene Hügel. Das Wasser an der Bucht ist türkis, ab und an gibt es Seegrasablagerungen. Die Cala Torta fällt tief ins Meer ab und gehört deshalb noch zu den relativ mäßig besuchten Buchten Mallorcas. Die Parkmöglichkeiten sind begrenzt. Im Hochsommer öffnet eine kleine Strandbar und FKK wird geduldet. Ihre zwei kleinen Nebenbuchten Cala Mitjana und Cala Estreta gehören ebenfalls zu den schönsten Buchten Mallorcas, an denen Besucher viel Ruhe und sehr viel Natur genießen können.

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Kristallklares Wasser: die Cala Agulla©

Cala Agulla - die junge Wilde

Dieser Strand ist eindeutig der schönste von den vielen Buchten um den Ferienort Cala Ratjada. Kristallklares Wasser, feiner Sand und Pinienlandschaft sind aber noch nicht alles. Die Cala Agulla ist für Wassersportler ein Paradies: die windige Bucht lockt jeden Sportmuffel aufs Surfbrett, aufs Bananaboot oder wenigstens aufs Tretboot. Wer hier nicht seinen Sport findet, muss nur eine Bucht weiter gehen, da Cala Ratjadas Strände viel Freizeitsport anbieten. An der 500 Meter langen Cala Agulla gibt es Liegen-Verleih, eine Strandbar, Süßwasserduschen und natürlich einen Rettungsschwimmer. In der Nebenbucht Cala Gat wird im Sommer FKK geduldet. Die Strände um Cala Ratjada sind durch ihr hervorragendes Sportangebot gut besucht, aber trotzdem schöner und ruhiger als Palmas Strände.

Cala Varques - die Ruhige

Dieser abgelegene Strand befindet sich genau zwischen Porto Cristo und Cales de Mallorca an Mallorcas Ostküste. Hinter dem 70 Meter langen und 50 Meter breiten Strand schliesst sich ein großer Kiefernwald an. Der feine Sand ist ein Traum, vor allem Kinder haben ihren Spaß an dem flach abfallendem Strand. An den Felsen und Klippen, die den Strand umranden, sind oft Freikletterer zu beobachten. Die Cala Varques hat eine kleine Nebenbucht, Caló Blanc, die ebenso schön ist. Die Besucherzahl hält sich im Rahmen, und es gibt einige Nacktschwimmer. Unbedingt Proviant mitnehmen, da es keine Strandbar gibt!

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Windgeschützt und ohne Durchblick: die Cala Sa Nau©

Cala Sa Nau - die Versteckte

Dieser kleine Naturstrand an der Ostküste Mallorcas ist bei den Einheimischen beliebt und bei Touristen kaum bekannt. Im Vergleich zu den ziemlich überfüllten Stränden im Sommer gilt die Cala Sa Nau als Geheimtipp. Die Wege zur Bucht sind schmal und die Parkmöglichkeiten an den Seiten des Weges begrenzt. Mittlerweile gibt es eine kleine Strandbar, eine Süßwasserdusche und Sonnenschirme und Liegen zum Mieten. Der Strand der Cala Sa Nau ist nur 35 Meter breit, dafür rund 80 Meter tief. Der Strand fällt flach ins Meer ab und das Wasser türkis. Die Bucht ist fast komplett von Pinienwälder und Klippen mit Höhlen umrandet, so dass man vom Strand aus keinen Blick auf das offene Meer hat. Dafür ist die Cala Sa Nau sehr windgeschützt und sauber.

Cala Llombards - von Felsen umrandet

Diese kleine Bucht bietet vormittags Schatten und zeichnet sich durch seinen flach auslaufenden Strand als perfekte Badebucht aus. Die saubere Cala Llombards liegt im Südosten der Insel, zwischen Santanyí und Llombards. Die Bucht ist von alten Pinien umrandet. Aus der kleinen schon legendären Strandbar tönt Musik, die den Besuchern ein richtiges Sommergefühl gibt. Hier gibt es Bier, Longdrinks und verschiedene Snacks. Wer etwas mehr Ruhe sucht, findet viele Möglichkeiten, das Handtuch auf den teilweise sehr flachen Felsen neben der Bucht auszubreiten. Der Strand ist auch bei den Einheimischen sehr beliebt, die das Touri-Gefühl in der Cala Llombards dämpfen. Liegen und Sonnenschirme können in der Hochsaison gemietet werden.

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Am Es Trenc gibt's alles: jung, alt, homo, hetero, Singles und Schwimmflügel

Es Trenc - die familienfreundliche

Der absolute Traumstrand der Insel erstreckt sich über stolze sechs Kilometer an der Südwest-Küste zwischen Sa Ràpita und Colònia de Sant Jordi. Das Hinterland mit seinen gut erhaltenen Dünen und Salinen steht unter Naturschutz. Im nördlichsten Abschnitt des Strandes ist die Bucht zum Teil noch sehr felsig und naturbelassen. An einigen Bereichen des Es Trenc können Liegen unter feststehenden Strohschirmen gemietet werden. Der Strand hat auch einen FKK-Abschnitt. Im Süden, in Ses Covetes, gibt es mehrer Strandbuden, aber auch mehr Touristen und viele nicht fertig gestellte Ferienhäuser. Es ist fast unmöglich, in Strandnähe einen kostenlosen Parkplatz zu ergattern, für den Parkplatz in Ses Covetes und in der Nähe des "Ultimo Paraíso", einer hippen Strandbar, zahlt man einen Tagespreis von circa sechs Euro.

Portals Vells - Vier Buchten auf einen Schlag

Rund acht Kilometer südlich von Magaluf liegen die Buchten von Portals Vells - vier kleinen Traumstrände am Rande eines Pinienwaldes. Die feinen Sandstrände fallen flach ins Meer ab. Hier ist der Wellengang sanft, und das saubere Wasser lädt zum Schnorcheln ein. Durch die nahe gelegene Siedlung Sol de Mallorca haben Strandbesucher neben Strandkneipen viele weitere Möglichkeiten zum Essen und Trinken. Der nächste Parkplatz liegt in unmittelbarer Nähe der Nebenbucht El Mago, ein beliebter FKK-Strand, an dem 1967 der Film "The Magician" mit Anthony Quinn und Michael Caine gedreht wurde. Ein bisschen Geschichte können Besucher auch finden: An der Küste sind noch Reste des im Jahre 1580 gebauten Maurenturms vorhanden.

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Nach der beeindruckenden Serpentinenstraße gelangt man zur Sa Calobra©

Sa Calobra - zwischen schroffer Felslandschaft

Wer zu diesem kleinen, 50 Meter langen Strand gelangen möchte, wird ein besonderes Stück von Mallorca kennenlernen: über eine atemberaubende, 13 Kilometer lange Serpentinenstraße mit einem Höhenunterschied von rund 780 Metern ist die steinige Bucht mit dem Auto zu erreichen. Die Bucht liegt im Norden der Insel, zwischen Pollença und Sóller. Durch den alten Baumbestand bietet der Strand viele schattige Plätze, in unmittelbarer Nähe gibt es einige kleine Bars. In der Hochsaison sind der Strand und das gleichnamige Dörfchen zur Mittagszeit sehr gut besucht - viele Touristen kommen mit Reisebussen. Wer sich jedoch nicht scheut, ganz früh zu kommen oder ein Stückchen über Felsen zu klettern, wird einen unvergesslichen Eindruck von Mallorcas Naturlandschaft und ihren schroffen Felsen bekommen. Kostenlose Parkmöglichkeiten sind leider knapp, aber empfehlenswert, da der kostenpflichtige Parkplatz durch seinen Minutentakt teuer werden kann.

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