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Zeitraffer-Video: Galicien – Spaniens unbekannter Nordwesten

Dichte Farnwälder, verschneite Kuppen, einsame Klippen und Strände: Im äußersten Nordwesten der Iberischen Halbinsel steht die grüne Natur im Mittelpunkt. Ein Zeitraffer-Clip stellt ein Spanien jenseits aller Flamenco-Klischees vor.

Spanien bedeutet für die meisten in den Sommerferien: Sonne, Strand und Sangria, egal, ob sie pauschal auf die Balearen oder Kanaren reisen. Nur die wenigsten begeben sich individuell auf eine Entdeckungsreise auf dem Festland, besuchen das Hinterland oder eine der autonomen Regionen im Norden.

Westlich von Asturien liegt Galicien, das im Süden an Portugal grenzt und von der Fläche her ungefähr mit dem Bundesland Brandenburg vergleichbar ist. Neben Spanisch gilt hier Galicisch als zweite Amtssprache. Der bekannteste Ort dürfte Santiago de Compostela sein, das Ziel des Jakobswegs und die Hauptstadt


Spanien ist hier tiefste Provinz. Die Bevölkerung wählt mehrheitlich konservativ. Aus den Wahlen geht die Partido Popular stets als stärkste Kraft hervor. Aus Galicien stammte auch der spanische Literaturnobelpreisträger Camilo José Cela, der derzeitige Ministerpräsident Mariano Rajoy und auch Diktator Franco.

Die Landschaft besteht aus Bergen, die Galicien vom Rest Spaniens abschotten. Die mehr als 1600 Kilometer lange Küstenlinie am Kantabrischen Meer im Norden und am Atlantischen Ozean im Westen wird von Klippen und Rías geprägt, langen trichterförmigen Flussmündungen. Doch es gibt auch sandige Strandabschnitte, viele Eukalyptuswälder und durch die häufigen Niederschläge eine teilweise schon dschungelartige Vegetation.

Der spanische Fotograf Daniel Almeida hat eine Vorliebe für diese Ecke Spaniens. Neben einem Timelapse über A Coruña, der größten Hafenstadt Galiciens, hat er jetzt einen Clip mit dem Titel "Land of the Lost" online gestellt. Darin zeigt er "einige der schönsten Naturlandschaften Spaniens zwischen schattigen Wäldern, märchenhaften Wasserfällen und alten Gebäuden", wie er schreibt. "Ein Ort, wo man sich in der Natur verlieren kann, ohne gleich an jeder Ecke auf einen Touristen zu stoßen." In der Tat: So haben Sie das grüne Spanien noch nie gesehen.

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