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Handtuchkrieg in Spanien Liege reservieren kann 720 Euro Strafe kosten

Playa de la Malvarrosa
Dicht gedrängt: Playa de la Malvarrosa bei Valencia



© Manuel Bruque/EPA
Wer in Spanien seinen Sonnenschirm samt Liege und Handtuch in den Sand pflanzt, um sich einen guten Platz zu sichern, dem wird nicht nur die Strandausrüstung konfisziert. Auch hohe Geldbußen werden fällig.

An Spaniens Stränden wird mit einer Unsitte rigoros aufgeräumt: Viele Behörden haben es nach einem Bericht der Zeitung "El País" vom Sonntag satt, dass Touristen an freien Stränden die besten Plätze in den ersten Reihen reservierten, dann aber erst Stunden später ans Meer zurückkehrten.

Immer mehr Gemeinden an der Mittelmeerküste verabschiedeten derzeit entsprechende Verordnungen, die unter anderem Geldstrafen vorsehen.

"Wir haben uns entschieden, einen Schritt weiter zu gehen und die lokale Polizei angewiesen, Gegenstände zu entfernen, die ab dem frühen Morgen einen öffentlichen Ort besetzen und ihn so zu einem privaten Ort machen", sagte José Manuel Prieto von der Stadtverwaltung in Gandia bei Valencia.

Die Kleinstadt, die im Sommer von 75.000 auf 300.000 Bewohner anwächst, ist nur einer von vielen spanischen Badeorten, die solche Vorschriften eingeführt haben. Die bloße Ankündigung der verschärften Regeln habe die verwaisten Sonnenschirme in Gandia verschwinden lassen, so die spanische Zeitung "El País".

Schließlich drohe Touristen, die die Verordnung missachten, neben der Beschlagnahmung ihrer Strandausrüstung eine Geldstrafe von bis zu 720 Euro.

tib/DPA

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