Zwischen 72.369 und 12.155 Euro

24. März 2010, 10:11 Uhr

Die gefühlte Einkommenssituation mag zwar anders sein, aber tatsächlich ist der durchschnittliche Bruttoverdienst 2005 gestiegen. "Herstellerinnen von Holzwaren" wird das nur wenig trösten.

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Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Vielleicht - doch es kommt auch auf die Branche an©

Ein Arbeitnehmer mit einem Vollzeitjob hat im vergangenen Jahr in Deutschland brutto durchschnittlich 40.642 Euro verdient. Das waren immerhin 2,1 Prozent mehr als 2004, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Im Jahr zuvor betrug die Steigerung noch 2,4 Prozent.

Osten hinkt noch nach

Dabei reichte die Spanne der Bruttojahresverdienste 2005 von 12.155 Euro bei den Arbeiterinnen in dem Wirtschaftszweig "Herstellung von Holzwaren" in den neuen Ländern und Ost-Berlin bis zu fast 72.369 Euro bei den männlichen Angestellten in der Herstellung von Zigaretten im früheren Bundesgebiet. Erfasst wurden die Einkommen der Arbeitnehmer in Industrie, Handel, Kredit- und Versicherungsgewerbe.

In Westdeutschland stiegen die durchschnittlichen Bruttojahresverdienste um 2,1 Prozent auf 41.943 Euro und in Ostdeutschland um 1,5 Prozent auf 29.795 Euro. Damit lagen die Verdienste im Osten wie schon 2004 bei rund 71 Prozent des Niveaus im früheren Bundesgebiet. Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienten 2005 durchschnittlich 33.909 Euro im Jahr und damit fast 9000 Euro weniger als Männer (42.794 Euro). Dieser Abstand war in den neuen Ländern und Ost-Berlin mit gut 3700 Euro deutlich geringer. Dort nahm er allerdings im Vergleich zum Jahr 2004 um 200 Euro zu: Die Bruttoverdienste der Männer stiegen um 1,6 Prozent, die der Frauen nur um 1,1 Prozent.

Frauen landen in schlecht bezahlten Wirtschaftszweigen

Das bedeute nicht, dass Frauen in gleichen Unternehmen für die gleiche Tätigkeit anders bezahlt würden als ihre Kollegen. Die Verdienstunterschiede seien vielmehr durch Unterschiede in der männlichen und weiblichen Arbeitnehmerstruktur zu erklären, teilte das Bundesamt mit. Diese sind beispielsweise gekennzeichnet durch Unterschiede im Anforderungsniveau, der Verteilung auf besser und schlechter bezahlte Wirtschaftszweige, der Größe der Unternehmen, der Zahl der Berufsjahre, der Dauer der Betriebszugehörigkeit und des Ausbildungsniveaus.

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