3. September 2012, 14:18 Uhr

So wenig Geld bleibt Ihnen als Rentner

Arbeitsministerin von der Leyen schockt die Arbeitnehmer mit einer Rechnung, nach der selbst Durchschnittsverdienern Altersarmut droht. stern.de zeigt, welches Gehalt wieviel Rente ergibt.

Rente, Altersarmut, Ursula von der Leyen, Grundsicherung, Rentenniveau

Millionen Arbeitnehmern droht im Alter Armut, wenn sie sich allein auf die gesetzliche Rente verlassen.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) warnt vor zunehmender Altersarmut. Aus einer am Wochenende bekannt gewordenen Modellrechnung geht hervor, dass zukünftig deutlich mehr Menschen auf die staatliche Grundsicherung angewiesen sein könnten als heute. Von der Leyens Rechnung zufolge muss ein Arbeitnehmer heute über 35 Jahre mehr als 2100 Euro brutto verdient haben, um eine Nettorente oberhalb der staatlichen Grundsicherung zu erhalten (siehe Tabelle). Diese liegt derzeit bei durchschnittlich 688 Euro. Um über diesen Wert zu kommen, muss ein Eckrentner im Jahr 2030 deutlich mehr verdienen – nämlich 2500 Euro im Schnitt der vorangegangenen 35 Jahre. 2100 Euro reichen dann noch nicht einmal mehr aus, wenn man über 40 Jahre zu diesem Lohn sozialversicherungspflichtig beschäftigt war.

Grund für die Zuspitzung der Situation ist, dass das staatliche Rentenniveau infolge der demografischen Entwicklung stetig abgesenkt wird: Wer 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, bekommt heute noch 51 Prozent seines Nettolohns als Rente heraus. 2030 werden es nur noch 43 Prozent sein. Die Berechnungen des Arbeitsministeriums beziehen sich ausschließlich auf die gesetzliche Rente. Wer eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen hat oder zusätzlich privat vorsorgt, erhält dementsprechend mehr. Die Rechnung berücksichtigt zudem weder künftige Lohn- und Rentensteigerungen, noch eine mögliche Anhebung der Grundsicherung.

Rente, Altersarmut, Ursula von der Leyen, Grundsicherung, Rentenniveau

Quelle: Bundesarbeitsministerium

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