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23. Dezember 2009, 12:13 Uhr

Chinesen sichern sich Volvo

Während Saab vor dem Aus steht, scheint Konkurrent Volvo gerettet zu sein: Ford will seine verlustreiche Tochter nach zehn Jahren komplett nach China verkaufen. Abnehmer ist der in Europa kaum bekannte Fahrzeughersteller Geely.

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In Europa fast unbekannt: 2005 präsentierte sich Geely erstmals auf der IAA© Liu Jin/AFP

Die schwedische Traditionsmarke Volvo geht nach China: Der US-Autokonzern Ford hat den Verkauf seiner schwedischen Tochter an den chinesischen Hersteller Geely unter Dach und Fach gebracht. Geely bestätigte am Mittwoch die Einigung. Ein Firmensprecher sagte in Peking, das Unternehmen habe mit Ford "in allen wichtigen Punkten" Übereinstimmung gefunden.

Kaufpreis zwei Milliarden Dollar?

Der Vertrag werde voraussichtlich im ersten Quartal des neuen Jahres unterzeichnet, die Transaktion im zweiten Quartal abgeschlossen, teilte Ford am Mittwoch mit, ohne zunächst einen Preis zu nennen. In Unternehmenskreisen war von etwa zwei Milliarden Dollar die Rede. Ford hatte Volvo vor zehn Jahren für 6,5 Milliarden Dollar übernommen.

Ford habe nicht die Absicht, einen Anteil an Volvo zu behalten, hieß es in der Erklärung des Unternehmens. Der US-Autobauer hatte seine seit dem vergangenen Jahr mit hohen Verlusten operierende Tochter kurz nach Ausbruch der Finanzkrise zum Verkauf angeboten. Volvo produzierte 2008 mit 20.000 Beschäftigten knapp 375.000 Wagen. Das Unternehmen wurde trotz massiver Absatzeinbrüche immer als überlebens- und verkaufsfähig eingestuft.

Minimale Hoffnungen bei Saab

Beim kleineren schwedischen Konkurrenten Saab fürchten dagegen 3400 Beschäftigte akut um die Existenz ihres Arbeitgebers: Der bisherige Mutterkonzern General Motors will das Unternehmen stilllegen, verhandelt allerdings in letzter Minute noch mit dem niederländischen Sportwagenbauer Spyker.

Reuters/DPA
 
 
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