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Autokauf in Deutschland: Berliner leben im Schnäppchen-Paradies

Die Autopreise für Neu- und Gebrauchtwagen unterscheiden sich beträchtlich von Bundesland zu Bundesland. In den Stadtstaaten Berlin und Bremen kann man besonders günstig zu einem Auto kommen.

Von Gernot Kramper

Eine aktuelle Auswertung von Autouncle.de zeigt, dass man beim Autokauf viel Geld sparen kann, wenn man am richtigen Ort sucht. Die Metasuchmaschine hat das aktuelle Internetangebot der Autobörsen von Kraftfahrzeugen durchforstet und nach Bundesländern aufgeschlüsselt. Wenig überraschend ist, dass die drei Bundesländer mit den meisten Angeboten zugleich auch die bevölkerungsstärksten Länder sind: Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. In Berlin zum Beispiel ist das Angebot deutlich kleiner.

Spannend wird die Auswertung jedoch, wenn man sich die Preise ansieht. Autouncle analysiert nämlich auch die Preise für Automodelle. Das ist für Käufer und Verkäufer praktisch, weil sie umsonst eine aktuelle Preiseinschätzung bekommen (stern.de berichtete hier: Autobörse mit Preisempfehlung - Wieviel ist mein Auto noch wert?).

Schwache Märkte mit schwachen Preisen

In manchen Bundesländern gibt es besonders viele Schnäppchen. Im Autouncle-Jargon heißen sie "Top-Angebote". In Berlin gilt jeder vierte Gebrauchte als Top-Angebot. Der Preis liegt deutlich unter dem bundesdeutschen Durchschnitt - die durchschnittliche Ersparnis beträgt fast 2000 Euro. Ähnlich sieht das Angebot in Bremen aus: Hier gilt jedes fünfte Auto als Top-Angebot. In Mecklenburg-Vorpommern haben Schnäppchejäger dagegen das Nachsehen, dort erfüllt nur jedes neunte Fahrzeug die Kriterien für ein Top-Angebot.

Lockende Preisnachlässe

Der Preisnachlass fällt bei billigen Angeboten geringer aus, bei hochpreisigen Fahrzeugen kann er aber auch weit höher als der genannte Durchschnittswert sein. Es lohnt sich also auch in entfernten Bundesländern nach dem Wunschauto zu suchen.

Statistisch betrachtet kommen Berliner und Bremer besonders günstig zum Auto. Wer in Mecklenburg-Vorpommern wohnt, sollte also den Berliner Markt im Blick haben. Kleiner Trost für die großen Flächenländer: Selbst wenn es prozentual weniger Angebote gibt, sorgt der größere Markt dafür, dass es auch in Ländern wie Bayern das eine oder andere Schnäppchen gibt.

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