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Deichkind: Zocken bis zur Showtime

Die Hamburger Band "Deichkind" steht für schräge Hip-Hop-Beats und deftigen Elektro-Sound. Im stern.de-Interview sprechen die Band-Mitglieder Sebastian, Tony (aka Philipp) und Porky über ihre Leidenschaft für Computerspiele.

Angenommen ein Spiele-Entwickler würde auf die Idee kommen, ein Game über Deichkind zu machen. Wie müsste das aussehen?

Sebastian: Der "Deichkind-Tour-Manager" würde sich sicher lohnen, unterwegs sind wir eigentlich permanent von irgendwelchem phantasievollen Schwachsinn umgeben. Der Spieler müsste sich um die ganze Organisation der Tour kümmern, Verträge aushandeln und natürlich die Band bei Laune halten. Dafür gibt es Bonus-Punkte. Zur Übung kann man ja mit anspruchsloseren Combos anfangen, vielleicht Tokio Hotel oder Motörhead.

Tony: Ich wäre ja eher für den Titel "Aufstand im Schlaraffenland". Ort des Geschehens wäre ein wunderschönes Land, in dem es aber ziemlich aggressive Jugendliche gibt, die alles kaputt machen. Die Aufgabe wäre, das zu verhindern und die Kids zu entspannen. Musik wäre die Waffe. Mir würden da auch noch andere Möglichkeiten einfallen, aber das wäre nur was für spätere Levels.

Das klingt nach einem Spiel mit pädagogischem Wert.

Tony: Ja, unbedingt. Auch wir werden ja nicht jünger, kürzlich habe ich sogar die ersten grauen Haare in meinem Bart entdeckt.

Verbringen Kinder heutzutage tendenziell zu viel Zeit mit Zocken?

Porky: Es gibt Kids, die trinken zu viel Bier, andere nehmen zu viele Drogen und es gibt sicher auch welche, die zu viel daddeln. In erster Linie sind da die Eltern gefordert. Die müssen darauf achten, dass ihre Kinder noch rausgehen und in der Lage sind, soziale Kontakte zu knüpfen.
Sebastian: Ich glaube auch nicht, dass die "Ego-Shooter" der Grund dafür sind, dass Kinder zu Killern werden. Das Problem liegt doch in der Erziehung: Wenn man mit Kindern offen und ehrlich umgeht, können die auch Wirklichkeit und Spiel voneinander unterscheiden.

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Wann haben Sie mit dem Spielen angefangen?

Sebastian: Schon früh, etwa mit elf, zwölf Jahren. Ich hab auf dem C 128 die ganzen Klassiker gespielt. "Wings of Fury", "Paperboy"...(alle:) "Mission Impossible", "Space Taxi", "Super Pipeline", "Boulderdash", "California Games", "Winter Games", "World Games", "Sex Games"...

Tony: Richtig innig wurde es bei mir, als ich meine erste Playstation bekam. Während meines Zivildienstes habe ich wochenlang durchgehend "Tomb Raider" gespielt, dafür auch gerne mal ein paar Tage blau gemacht.

Wie viel Zeit geht aktuell fürs Zocken drauf?

Sebastian: Inzwischen ist es natürlich nicht mehr drin, dass man sich komplett zu Hause eingräbt und nur noch Pizza bestellt. Das lässt der Beruf nicht zu. Aber wenn ich mal frei habe, spiele ich schon noch mal einen ganzen Tag durch.

Tony: Auf Tournee zocken wir immer gemeinsam. Hinten in den Nightliner-Bussen gibt es eine Lounge mit großem Fernseher und Konsole. Beim letzten Mal hat es aber unser Sänger Buddy ein bisschen übertrieben. Eigentlich ist er gar kein großer Gamer, aber irgendwie ist er bei "Tony Hawk" hängen geblieben. Er saß rund um die Uhr vor der Konsole, gern auch mal bis drei Minuten vor Showtime. Einmal haben 800 Leute im Saal auf uns gewartet und wir konnten nicht anfangen, weil Buddy unbedingt noch das Level fertig machen musste.

Wann gefällt Ihnen ein Spiel wirklich gut?

Tony: Racing-Spiele fand ich schon immer gut. Ansonsten mag ich es vor allem, wenn man nicht nur ballert, sondern den Gegner mit ein bisschen Nachdenken austricksen kann.

Haben Sie schon mal eines der Musik-Games ausprobiert?

Tony: Ja, ich habe "Guitar Hero 2" gespielt und fand es ziemlich gut.

Sebastian: Und natürlich die Karaoke-Spiele, das sind ja inzwischen echte Party-Klassiker. Viel Spaß bei wenig Aufwand. Bei "Singstar" zum Beispiel kann man wie auf unserer Single ordentlich "Remmidemmi" machen. (singt:) Yippie! Yippie! Yeah!

Verfolgen Sie dien Entwicklung bei den Konsolen?

Porky: Die Möglichkeiten heutzutage sind schon beachtlich. Wir hatten gerade für einen Tag die Gelegenheit, die neue Playstation 3 zu testen. Ich war schon sehr beeindruckt, wie schnell alles ist, die Grafik ist fast schon hyperreal. Genauso der Sound, mit richtig fetten Bässen. Als würde man im Kino sitzen.

Könnten Sie sich vorstellen, selbst mal den Sound für ein Game zu komponieren?

Sebastian: Ja, das wäre sogar ein echter Traum. Ich fände es sehr reizvoll, Musik zu bereits fertigen Bildern zu machen. Mir wäre noch nicht mal so wichtig, was das für ein Spiel wäre: Für einen Ego-Shooter könnte ich mir im Menu gut ein paar theatralische Streicher vorstellen, oder aber einen experimentellen Sound-Teppich für eine Fantasy-Welt.

Interview: Björn Erichsen
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(