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"RTL Biathlon 2008": Runde um Runde ...

So unterhaltsam Biathlon am Fernsehschirm auch ist, als Computerspiel eignet es sich auch in der Fortsetzung nur bedingt.

"Torino 2006" hieß das durchaus kurzweilige Game zu den Olympischen Winterspielen, das der Entwickler 49Games vor zwei Jahren herausbrachte. Dort war die Disziplin Biathlon zweifelsohne ein echtes Highlight. 2007 legte man demnach Biathlon als Einzelspiel vor. Eine ziemlich misslungene, weil ausnehmend langweilige und dazu auch nicht besonders liebevolle Umsetzung. Da überrascht es schon, dass an der Idee festgehalten wurde. Nun ist die Ausgabe 2008 auf dem Markt. Und einiges ist diesmal tatsächlich deutlich besser als beim Vorgänger.

17 Strecken stehen nun insgesamt zur Verfügung, deutlich mehr als früher. Auch die bekannten Disziplinen wie Massenstart, Verfolgung und Sprint finden sich jetzt im Programm wieder. Ausgebaut wurde der Karrieremodus, der im Zentrum des Spiels steht. Hier gilt es, einen Sportler Schritt für Schritt zu entwickeln, also seine Eigenschaften wie Kraft und Ausdauer zu verbessern. Dazu sind auch Einzelwettkämpfe möglich.

Echte Weltcupstimmung will jedoch nicht aufkommen. Was vor allem am Wettbewerb selbst liegt. Es ist schon sehr ermüdend, sich nach dem immer wieder gleichen Prinzip durch die Runden zu quälen. Zumal die Kontrahenten sich weiterhin wie mehr oder minder Unbeteiligte geben. Keine Duelle, keine Stürze, keine Überraschungen. Mit etwas Geschick und der richtigen Krafteinteilung sind Siege bald schon eingefahren.

Spannung im weitesten Sinne kommt noch am ehesten am Schießstand auf, an dem sich vor allem das Stehendschießen nicht allzu einfach gestaltet.

RTL Biathlon 2008

Hersteller/Vertrieb

49Games/NBG

Genre

Sport

Plattform

PlayStation2, PC

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

o.A.

Dass man nun gegen echte Athleten antreten kann, die ihren Pendants auch recht ähnlich sehen, erhöht zwar den Spielspaß, kann "RTL Biathlon 2008" aber dennoch nicht retten. Auffällig immerhin: Auch an der Grafik wurde gearbeitet, die diesmal charmanter als im Vorgänger ausfällt. Per Split-Screen können zudem zwei Läufer gegeneinander antreten. Doch ein Kaufgrund ist das alles natürlich nicht.

Christopher Zallmann/Teleschau / TELESCHAU