"Schredder Classic" Schach dem Computer


Viele Freunde des Königsspiels entspannen sich zwar gerne bei einer Runde Schach, finden in unserer hektischen Zeit aber einfach keinen passenden Partner mehr. Kein Problem: "Shredder Classic" nimmt es gerne mit Ihnen auf.

Stefan Meyer-Kahlen hat inzwischen neun Mal die Computerschach-Weltmeisterschaften gewonnen. Das bedeutet, dass sein Programm "Shredder" die konkurrierenden Programme besiegt und vom Platz gefegt hat. Kann man sich für die eigenen Schachspiele einen besseren Partner denken? Wohl kaum. Die meisten Anwender geben sich ja doch nur mit dem Besten zufrieden. Und so dürften viele kluge Köpfe erfreut darüber sein, dass "Shredder Classic" ab sofort in einer Shareware-Version zum kostenlosen Test bereitsteht. 30 Tage lang darf der Spieler das Programm immer wieder neu herausfordern, dann muss es gekauft oder wieder gelöscht werden.

Nach dem Start baut das Programm das Schachbrett auf und verteilt die Figuren. Der Spieler bekommt die weißen Figuren zugewiesen und darf demnach auch den ersten Zug tun. Zu Beginn der Runde arbeitet der Computergegner noch mit voller Geisteskraft. Sehr aggressiv zieht der Computer seine Dame, die Pferde und die Läufer nach vorne, um so manchen unbedarften Anfänger bereits vom Brett zu fegen, noch bevor der sich richtig orientiert hat. Keine Frage: "Shredder Classic" hat wirklich etwas auf der Pfanne. Da es aber keinen Spaß macht, sich immer nur besiegen zu lassen, ist es möglich, ein wenig Luft aus dem Gegner zu lassen. Stufenlos lässt sich die Denkkraft der Software auf das eigene Niveau herunterdimmen.

Shredder Classic 1.0

System

ab Windows 98

Autor

Stefan Meyer-Kahlen

Sprache

Deutsch

Preis

29,95 Euro

Größe

3,7 MB

Download im Web

Shredderchess

Ansichtssachen

Dann bleibt vielleicht auch noch genügend Zeit, um die Ansicht des Spielbrettes anzupassen. Es stehen vier verschiedene Figurensätze und vier Schachbretter zur Verfügung, die sich im 2D- und im 3D-Modus verwenden lassen. Hinzu kommt, dass sich das Schachbrett gerne ein wenig kleiner macht, damit auch noch ein Zugprotokoll, eine Schachuhr und ein Partieprofil mit im Fenster Platz finden. Insgesamt gibt es ein halbes Dutzend verschiedener Ansichten, zwischen denen der Spieler per Mausklick hin und her wechseln kann.

Einsteiger in den Schachsport freuen sich, dass sie einen Schachtrainer zuschalten können, der auf Fehler aufmerksam macht und im Zweifelsfall auch mal einen besseren Zug vorschlägt. Möglich ist es auch, eine Partie im Anschluss analysieren zu lassen, um herauszufinden, an welcher Stelle sich der Spieler einen groben Schnitzer geleistet hat.

Mehrere Gegnertypen in einem

Profis sind begeistert, weil das Programm gleich mehrere Schach-Engines anbietet, die alle sehr spielstark sind, sich aber in ihrer Art zu Spielen voneinander unterscheiden. Bei Namen wie "Kamikaze Classic" kann man schon ein wenig neugierig werden, wie sich der geänderte Spielmodus wohl auf die Partie auswirken wird. Das Programm ist auch dazu in der Lage Partien und Stellungen zu speichern und zu drucken. Der Spieler kann eine Blitzpartie vorschlagen oder die zum Ausdenken eines neuen Zugs erlaubte Zeit beschränken. Profis, die sich die Vollversion besorgt haben, können im Internet auch ein Schach-Eröffnungsbuch herunterladen, das bereits 1,2 Millionen Züge kennt.

Carsten Scheibe

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