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"Super Princess Peach": Bis eine weint ...

Spiel's noch einmal mit Gefühl: Nintendos Prinzessin Peach bekommt ausnahmsweise die Helden- statt der Opferrolle.

"Super Princess Peach" wirkt auf den ersten Blick wie jedes andere Jump&Run von Nintendo: bunt, kindlich, niedlich. Durch acht Level mit je fünf Etappen müssen Spieler das Mädel lotsen, um die beiden Klempner aus Bowsers Klauen zu befreien. Dabei sammelt das gnädige Fräulein allerlei Münzen ein, verkloppt mit ihrem magischen Regenschirm "Perry" allerlei knuffiges Getier und schwingt sich über Abgründe hinweg. Same procedure as every time? Nicht ganz. Denn Peach ist die erste Frau, mit deren Gefühlen man(n) ungestraft spielen darf.

Auf Knopfdruck verliert Ihre Durchlaucht jede Contenance - und das hat Folgen: Wenn Peach herzallerliebst animiert Rotz und Wasser heult, setzt sie mit ihren Tränen ganze Gebiete unter Wasser, löscht Feuer oder lässt Pflanzen gen Himmel wachsen; vor Wut entflammt, bringt sie Eisblöcke zum Schmelzen. Und ist Peach glücklich, entschwebt sie gar in luftige Höhen - ohne dabei auf die Wunderwirkung von irgendwelchen Pilzen zu setzen, die sich Super-Junkie Mario während eines Abenteuers dutzendfach einverleibt. Zahleiche Variationen von Rätseln ergeben sich durch den rechten Einsatz der Emotionen. Und auch kleine Geschicklichkeitsübungen auf dem Touchscreen vor jedem Bosskampf sorgen für jede Menge Kurzweil.

Super Princess Peach

Hersteller/Vertrieb

Nintendo/Nintendo

Genre

Action-Adventure

Plattform

Nintendo DS

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

o.A.

Leider haben leidenschaftliche Zocker die Rettungsaktion der manisch-depressiven Königstochter nach rund zehn Stunden durch und dürften darüber nicht gerade "amused" sein, zumal man einen Online- und WLAN-Modus vergebens sucht.

Gerd Hilber/Teleschau / TELESCHAU
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