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Datenrettung: Gefressen, geplättet, von Ungeziefer befallen

Festplatten und Speichermedien haben ein hartes Leben. Davon erfährt man meistens erst, wenn sie kaputt sind. Eine Datenrettungsfirma hat ihre kuriosesten Fälle des Jahres zusammengestellt.

Wenn Daten verloren gehen, kann das die unterschiedlichsten Ursachen haben. Kroll Ontrack, eine Böblinger Spezialfirma für Datenrettung, hat auch in diesem Jahr wieder seine skurrilsten Fälle des Jahres zusammengestellt.

Das Baby ist weg!

Manchmal genügt ein falscher Tastendruck, und die Ehe steht auf dem Spiel. Vor allem, wenn damit auf einen Schlag alle Babybilder des Kindes von der Festplatte gelöscht werden. Die Ehefrau hatte schon mit der Scheidung gedroht, bis der Ehemann die Daten restaurieren ließ.

Böser Hund!

Ein Hund hatte einen USB-Stick mit seinem Knochen verwechselt. Mit Bissspuren und Löchern landete der Speicher-Stick in den Laboren von Kroll Ontrack.

Der Strom war weg - und auch die Karriere?

Existenziell wurde es für einen Doktoranden, der seine gesamte Dissertation durch einen Stromausfall verloren hatte, weil dabei das Laufwerk beschädigt wurde.

Ich bin platt!

Einer Frau fiel beim Umräumen ihres Büros versehentlich ein zweieinhalb Kilo schwerer Topf auf ihr Notebook und traf genau die Festplatte. Darauf gespeichert waren den Angaben zufolge ein Manuskript, an dem sie fünf Jahre lang gearbeitet hat, und eine Sammlung 150 Jahre alter Bilder zur Ahnenforschung. Alles wartete noch auf seine Veröffentlichung.

Sehr sorgfältig, irgendwie

Helfen konnten die Spezialisten auch einem Hobby-Bastler, der versucht hatte, seinen Computer selbst zu reparieren. Er überlegte es sich dann aber doch noch und schickte das komplett zerlegte Laufwerk ein. Jedes Einzelteil war in einem separaten Tütchen verpackt.

Besser spät als nie

Ein Unternehmen stellte bei einer versuchten Datenwiederherstellung fest, dass eine Festplatte fehlte. Sie war schon auf dem Weg zur Entsorgung und entsprechend den Datenschutzvorschriften ordnungsgemäß durchbohrt worden.

Igitt!

Weniger sauber ging es bei einem anderen Fall zu, als ein Kunde ein seit zehn Jahren nicht mehr gebrauchtes Notebook hervorholte, von dem wertvolle Unternehmensinformationen gerettet werden sollten. Als die Ingenieure das Gerät öffneten, lagen Hunderte tote Kakerlaken in dem Gehäuse.

san mit Material von AP
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