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Online-Recht: Lady Gaga macht sich über Raubkopien lustig - und setzt sich dabei in die Nesseln

Dass Künstler wütend werden, wenn ihre Songs oder Filme oder Genehmigung im Netz landen, ist nachvollziehbar. Als sich Lady Gaga nun zum Leak ihres neuen Songs meldete, tappte sie dabei aber selbst in die Raubkopien-Falle.

Lady Gaga leistete sich mit dem Tweet einen Patzer

Lady Gaga leistete sich mit dem Tweet einen Patzer

Picture Alliance

Die Fans hatten lange auf diesen Moment gewartet: Seit 2016 hat Lady Gaga kein eigenes Album mehr auf den Markt gebracht, seit Monaten teasert die Sängerin immer wieder, dass da was kommt. Dann tauchte letzte Woche plötzlich der neue Song "Stupid Love" auf. Die Reaktion des Superstars machte schnell klar: Der Song war geleakt, verbreitete sich als unerlaubte Kopie.  Leider war der Reaktions-Tweet der Sängerin selbst auch nicht ohne Probleme.

"Can y'all stop" - Könnt ihr alle aufhören? - twitterte Lady Gaga, kurz nachdem das in ihrem bekannten Synthie-Pop gehaltene "Stupid Love" sich rasant im Netz verbreitet hatte. Dazu postete sie ein absurdes Symbolbild zu Raubkopien, auf dem ein Mädchen mit Skimaske und Kopfhörern auf den Ohren herumtanzt. Da das Lied zudem sofort von allen Plattformen wie Youtube getilgt wird, sobald es wieder jemand hochlädt, ist klar: Dieser Song hätte nicht erscheinen sollen.

Mit Raubkopien gegen Raubkopien

Doch mit dem Tweet stellte sich Lady Gaga selbst ein Bein. "Wir können das gut verstehen! Wir wollen auch, dass Künstler für ihre Arbeit bezahlt werden", kommentierte der Bilder-Händler Shutterstock ihre Beschwerde. Der Antwort-Tweet kam nicht ohne Grund: Quer über das gepostete Foto ist das Wasserzeichen Shutterstocks zu erkennen. Das bleibt aber nur dann im Bild, wenn man nicht gezahlt hat. Gaga hat also in einem Tweet über Raubkopien selbst eine verbreitet. 

+++ Lesen Sie auch: Abmahnungen wegen Raubkopien - "Viele Nutzer tappen weiterhin in  die Falle" +++

Shutterstock scheint das Ganze aber mit Humor zu sehen: Im Tweet bittet der Dienst Lady Gaga mit einem Zwinkeremoji, das Bild doch ganz legal zu lizenzieren und weist per Link auf das Originalbild hin. Ob nun tatsächlich Geld floss, weiß man nicht. Weder die Sängerin noch der Fotodienst haben sich noch einmal dazu geäußert, ein Bild zu ersetzen ist bei Twitter ohnehin nicht möglich. Immerhin ist der Tweet trotz der Urheberrechtsverletzung weiterhin online.

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Dass Lady Gaga ausgerechnet dieses Bild wählte, dürfte kein Zufall gewesen sein. Seit Jahren geistert es als Meme durch das Netz, wenn sich Personen über Raubkopien oder die Reaktionen darauf lustig machen. Und weil natürlich niemand die Lizenz zahlt, ist das Shutterstock-Wasserzeichen längst als ironische Zusatzebene Teil des Gags. Ob Lady Gaga oder ihr Social-Media-Team das wussten, steht auf einem anderen Blatt. Am Ende dürften ohnehin beide von der Situation profitieren - und kostenlos Promo bekommen.

Quelle: Twitter

mma
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