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Kleinstadt in den USA Dutzende Kinder machen Fotos mit Weihnachtsmann – der hatte Corona

Ein als Weihnachtsmann verkleideter Mann mit einem Mund-Nasen-Schutz
Der Weihnachtsmann trug Maske – viele der Kinder nicht (Symbolbild)
© Ina Fassbender / AFP
Ein Foto mit Santa Claus – das gehört für viele Kinder in den USA zur Weihnachtszeit dazu. Dies könnte nun schwere Folgen haben: Nachdem in einer Kleinstadt zahlreiche Kinder für ein Foto mit dem Weihnachtsmann und seiner Frau angestanden haben, wurde das Ehepaar positiv auf Corona getestet.

In einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Georgia haben dutzende Kinder für ein Foto mit einem Ehepaar posiert, das sich als Santa Claus und dessen Frau verkleidet hatte. Drei Tage später wurden die beiden positiv auf das Coronavirus getestet. Mehrere US-Medien hatten darüber berichtet.

Trotz der Pandemie fand auch dieses Jahr in Ludowici im Süden von Georgia die traditionelle Weihnachtsparade mit anschließender Baumbeleuchtungszeremonie statt. Nach der Parade hatten Kinder die Möglichkeit ein Foto mit Santa Claus und Mrs. Claus zu machen. Das hatte jedoch ein Nachspiel: Wie Robert Parker, Vorsitzender des Bezirksrats, in einer Pressemitteilung bekanntgab, wurde das Paar wenige Tage nach den Feierlichkeiten positiv getestet. Am Tag der Veranstaltung hätten die Ehrengäste keinerlei Symptome gezeigt – diese seien erst später aufgetreten.

Viele Kinder trugen keinen Mund-Nasen-Schutz

Zwar sei dies ein Grund zur Besorgnis, doch ließen sich Risikobegegnungen im Alltag nie gänzlich vermeiden, schrieb Parker. Auch seine Kinder hätten Fotos mit dem Weihnachtspaar gemacht, sich jedoch nicht auf dessen Schoß gesetzt – ob dies andere Kinder getan hätten, könne er nicht sagen. Ohnehin habe es allein im Ermessen der Eltern gelegen, ob ihre Kinder für ein Foto mit dem Weihnachtsmann posieren dürfen. Medienberichten zufolge trug das Ehepaar während der Veranstaltung in einem Pavillon Masken – viele der Kinder jedoch nicht.

Das Ehepaar trifft laut Parker keine Schuld: "Ich kann Ihnen versichern, dass sie niemals wissentlich etwas getan hätten, das Kinder in Gefahr bringen könnte. Beide haben diese Rollen viele Jahre lang ausgefüllt, und den Kindern während der Feiertage Freude zu bereiten, ist einer der wichtigsten Teile ihres Lebens."

Bezirksratvorsitzender erhält Hass-Post

Einige der Kinder, die an den Feierlichkeiten teilgenommen haben, seien am nächsten Tag zur Schule gegangen – noch bevor Santa Claus und seine Frau positiv getestet wurden. Der Landkreis empfehle keine Coronatests für Kinder, die mit dem Virus in Kontakt gekommen seien. Laut "New York Times" wisse Parker nicht, ob eine Kontaktverfolgung durchgeführt worden sei. Dort berichtet er auch, dass er Hass-Post aus dem ganzen Land bekommen habe.

In der Pressemitteilung hieß es, dass die Feiertagstraditionen dennoch fortgesetzt werden sollen, um "ein gewisses Maß an Normalität in diese schwierigen Zeiten zu bringen." Gegenüber "CNN" habe Parker jedoch erklärt, dass keine weiteren Veranstaltungen für den Rest des Jahres geplant seien.

Quellen: "New York Times"; "CNN"; Pressemitteilung Long County Board of Commissioners

yks

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