hamburg Krankenkassen zeigen Präsenz


Studenten beliebtes Klientel

Studenten beliebtes Klientel

Wer zu Semesterbeginn über den Campus ging, traf immer wieder auf Aktionsstände der großen Krankenkassen. Grund: Studenten sind jung und nicht oft krank - ein beliebtes Klientel! Ein Grund, warum die großen Kassen ihre Service-Center direkt am Campus eröffnet haben.

Die Jüngeren brauchen sich noch keine Gedanken zu machen. Bis zum 25. Lebensjahr kann man bei Vater oder Mutter in der Familienversicherung bleiben. Den Männern wird noch eine Gnadenfrist von der Dauer der Zivil- oder Wehrdienstzeit gewährt, aber dann heißt es: selbst versichern. Läuft die Familienversicherung aus, hat man zwei Wochen Zeit, sich eine neue Kasse auszusuchen. Zu jedem Jahresende kann man wieder wechseln.

Welche Kasse ist die beste? »Studenten können ganz danach gehen, was sie von ihrer Kasse wollen«, rät Peter Claußen, Pressesprecher der Barmer Ersatzkasse. Denn die Beiträge sind gesetzlich geregelt und für alle gleich: monatlich 81,70 Mark plus 14,63 Mark für die Pflegeversicherung. Entscheidend könnte also der Service sein.

Eine gute Idee ist es zum Beispiel, sich einmal zum Thema Jobben zu informieren. Denn wer die 20-Stunden-Grenze der Arbeitszeit im Semester überschreitet, muss sich für die entsprechenden Monate wie ein Angestellter versichern - das kann teuer werden.

Private Krankenkassen locken mit günstigen Tarifen für junge Menschen. Vorsicht ist geboten, weil hier die Beiträge nicht als Anteil des Einkommens abgerechnet werden und im Alter extrem steigen können. Das Wechseln von den Privaten zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wird immer schwerer. »Das ist auch folgerichtig so«, urteilt Christoph Kranich von der Hamburger Verbraucherzentrale, »denn es läuft ja dem Solidaritätsprinzip zuwider.« Er rät Studenten grundsätzlich von privaten Krankenversicherungen ab: »Sinnvoll sind sie eigentlich nur für Beamte, die ja 50 Prozent Beihilfe vom Staat erhalten.« (tl)


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