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Gerichtsurteil in Aachen: Kita muss so lange geöffnet sein, bis Eltern das Kind nach der Arbeit abholen können

Das Urteil des Verwaltungsgerichts Aachen verpflichtet die Stadt, einen Kita-Betreuungsplatz für 45 Stunden zur Verfügung zu stellen. So können Eltern ihr Kind auch bei einer 40-Stunden-Arbeitswoche dort unterbringen.

Ein Kind spielt in einer Kita mit Holzspielzeug

Nach dem Urteil zu Öffnungszeiten muss die Stadt sicherstellen, dass Kinder in der Kita betreut werden, bis die Eltern sie nach der Arbeit abholen können

DPA

Für ihre ein- bis dreijährigen Kinder haben Eltern nicht nur Anspruch auf einen Kita-Platz. Die Stadt muss unter Umständen auch dafür sorgen, dass die Kita so lange geöffnet hat, dass das die Eltern mit ihrer Arbeits- und Wegezeit vereinbaren können, entschied das Verwaltungsgericht Aachen.

Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hin. Im konkreten Fall benötigten Eltern für ihr einjähriges Kind einen Betreuungsplatz montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 17 Uhr. Die Stadt bot jedoch nur einen Betreuungsplatz bis 16.30 Uhr an. Die Eltern klagten im Eilverfahren auf einen Platz entsprechend ihrem Betreuungsbedarf.

Mit Erfolg: Die Stadt sei verpflichtet, für das Kind einen Betreuungsplatz in einer Kita mit einer wöchentlichen Betreuungszeit von 45 Stunden zur Verfügung zu stellen. Dabei müsse sichergestellt sein, dass in zeitlicher Hinsicht dem individuellen Betreuungsbedarf des Kindes und seiner Erziehungsberechtigten entsprochen wird, so das Gericht.

bal / DPA

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