HOME

Alkohol in der Schwangerschaft: Mit diesen Schäden müssen Kinder leben

Ein Glas Sekt kann Folgen haben. Welche, das beschreibt "Zeit Online" anhand der Geschichte von Lisa. Die Zwölfjährige wird nie normal leben können, weil ihre Mutter in der Schwangerschaft trank.

Schon ein Glas Wein in der Zeit der Schwangerschaft kann für das ungeborene Kind irreversible Folgen haben

Schon ein Glas Wein in der Zeit der Schwangerschaft kann für das ungeborene Kind irreversible Folgen haben

Lisa aus Thüringen kann sich nicht kontrollieren, ihre Wut explodiert ungefiltert. Das ist laut "Zeit Online" nicht nur schwierig für ihr Umfeld, für ihre Pflegefamilie - auch die 12-Jährige selbst leidet unter ihren Ausbrüchen. Schuld ist ihre leibliche Mutter. Weil sie während der Schwangerschaft viel Alkohol getrunken hat, ist Lisas Gehirn unheilbar geschädigt. Sie wird niemals ein normales Leben führen können. Denn Lisa hat FASD, eine "Fötale Alkoholspektrum Störung".

FASD umfasst eine ganze Palette an Symptomen und Problemen, besonders schwere Fälle mit FAS (fetales Alkoholsyndrom) kann man auch äußerlich erkennen: Diese Kinder haben oft Untergewicht, kleine Augen, eine schmale Oberlippe und eine flache, kurze Nase. FAS betrifft etwa 20 Prozent der alkoholgeschädigten Neugeborenen. Doch in den meisten Fällen wird das Problem gar nicht erst erkannt, so vielfältig und diffus ist die Symptomatik.

Auch Lisa sieht man ihre Diagnose laut "Zeit Online" nicht an. Sie ist allerdings kein bedauerlicher Einzelfall aus sozial schwachem Milieu. Im Gegenteil: Laut der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, beläuft sich die Dunkelziffer der Kinder, die mit einer Alkoholschädigung geboren werden, auf etwa 10.000 jährlich. "Schätzungsweise bis zu 4.000 Kinder pro Jahr weisen das Vollbild des fetalen Alkoholsyndroms (FAS) auf. Diese Zahl ist etwa doppelt so hoch, wie die Zahl derer, die mit dem Down-Syndrom geboren werden."

Und es sind offenbar häufig die Frauen mit höherer Bildung und besserem Verdienst, die in der Schwangerschaft trinken. Das ergab schon 2002 eine Umfrage in Berliner Frauenarztpraxen. Anscheinend unterschätzen viele Schwangere die Wirkung, die Alkohol auf ihr Ungeborenes haben kann. Schon ein Gläschen Wein oder Sekt kann dem Baby Schaden zufügen. Darum gilt: null Promille in der Schwangerschaft.

Mehr von Lisas Geschichte lesen Sie auf "Zeit Online".

jbw
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.