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Daddylicious: Kinderzimmerhelden

Was wäre John McLane ohne Platzwunde, John Rambo ohne Durchschuss oder der Terminator ohne Kabelbruch? Genauso wie Actionhelden braucht richtiges Kinderspielzeug ein paar Gebrauchsspuren, findet Mark Bourichter.

Was wäre John McLane ohne Platzwunde, John Rambo ohne Durchschuss oder der Terminator ohne Kabelbruch? Richtig! Weichwaden! Weichwaden sind auch Spielzeugautos ohne Kratzer, Dellen, fehlender Beifahrertür oder eingedrücktem Dach, denn sie waren folglich nicht "im Einsatz" kleiner Kinderhände. Den ständigen Begleitern aus dem Kinderzimmer hat Christian Blanck jetzt ein Buch gewidmet. Die Patina der kleinen Brüder großer Straßen-Stilikonen ist perfekt in Szene gesetzt und mit kleinen Stories geschmückt. Der 312 (!) Seiten starke Bildband ist der Almanach der DieCast-Welt deutscher Kinderzimmer der letzten 50 Jahre.

Die Idee zum Buch kam Blanck eines Morgens, als er in aller Herrgottsfrühe mit seinem Sohn Türme mit Modellen von Siku, Hot Wheels, Majorette, Schuco und DARDA bauen durfte. Dieses Arrangement auf Seite 8 und 9 war der Startschuss einer unnachahmlichen Fotoserie der Kinderzimmerhelden.

Mit diesem Arrangement fing alles an

Und das waren sie, echte Kinderzimmerhelden. Jeder hatte seine Lieblinge unter den Old- und Youngtimern von heute. Und das Buch beschert jedem Vater der 60er, 70er und 80er Baureihe eine Reise in die Vergangenheit. Nicht das man sich nur daran erinnert, welche Ikonen im eigenen Fuhrpark zugegen waren...man erinnert sich auch noch daran, wo und vor allen Dingen mit wem man damals diese Stunden geteilt hat, bis auch die letzten Farbpartikel an den Knien der Jeans auf dem Spielteppich verblichen waren. Die Autos von gestern üben immer noch eine magische Anziehungskraft aus und mit Freude werden die kleinen Schrottkisten an die nächste Generation übergeben. Bei mir sind es an die 20 Autos aus dem Buch, die heute noch im Einsatz sind.

Auch die guten alten Darda-Autos sind mit dabei

Rate mal mit Gaspedal

Das wir den Spielzeugautos immer noch verfallen sind, konnten unsere Facebook-Freunde immer Sonntags erleben, wenn wir zu "Rate mal mit Gaspedal" aufgefordert haben. Ein Bild mit einem dieser Kinderzimmerhelden wurde gepostet und es galt zu erraten, um welches Modell welchen Herstellers es sich handelt. Viele, viele Väter haben mitgemacht und es entbrannte oft eine heiße Diskussion. Chevy oder Pontiac? NSU oder Volkswagen? Gran Torino oder Chevelle?

Aber uns gingen die Modelle aus und es wurde ruhig um das Dalli-Dalli für Arme. Bis jetzt! Denn dank des Autors Christian Blanck werden wir ab Sonntag wieder voll durchstarten. Zehn Wochen lang. Jeden Sonntag. Damals gab es einen DADDYlicious-Sticker zu gewinnen und jetzt legen wir noch das Buch "Kinderzimmerhelden" oben drauf. Und zwar mit persönlicher Widmung des Autors! Exklusiv! Wer mitmachen möchte, der klickt am Sonntag auf unsere Facebook-Seite und schnappt sich das vermeintliche Top-Weihnachtsgeschenk für sich selbst.

Der Bildband "Kinderzimmerhelden" aus dem EditionPanorama-Verlag kostet 24,80 Euro und ist zum Beispiel über Amazon zu beziehen. Es gibt auch einen entsprechenden Kalender.

Fotocredits: Christian Blanck, Edition Panorma

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.