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Fürsorgliche Mutter Warum dieser Junge stets zwei Pausenbrote in die Schule mitnimmt

So sieht das Mittagessen aus, das Josette Duran ihrem Sohn und seinem Freund mitgibt.
So sieht das Mittagessen aus, das Josette Duran ihrem Sohn und seinem Freund mitgibt.
© Josette Duran / Facebook
Wenn der 14-jährige Dylan zur Schule geht, nimmt er jeden Tag zwei Pausenbrote mit. Nicht, weil er so hungrig ist. Sondern weil er und seine Mutter ein Herz für seine benachteiligten Kameraden haben.

"Mama, kannst du mir heute zwei Pausenbrote machen?", fragte Dylan seine Mutter Josette Duran vor einem Monat. Zunächst reagierte Duran irritiert: Wurde ihr pubertierender Sohn von einem Brot in der Schule etwa nicht satt? Die Antwort des 14-jährigen Schülers aus Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico aber überraschte die Mutter. "Es ist für diesen Jungen in der Schule. Er isst immer nur Obst. Ich glaube, er hat kein Geld", habe ihr Sohn geantwortet, schreibt Duran in einem Facebook-Post, der im Internet viele Menschen berührt.

So kam es, dass Josette Duran jeden Tag zwei Brote für ihren Sohn und seinen Schulfreund vorbereitet. "Ich bin so stolz auf das Herz meines Sohnes. Er ist so lieb", schreibt sie auf Facebook. Die alleinerziehende, arbeitslose Mutter von Dylans Freund zeigte sich "sehr, sehr dankbar", erzählt Duran. Und auch der Schuljunge, der von ihr so rührend versorgt wird, sagte ihr: "Sie haben einen tollen Sohn und er ist mein bester Freund."

Viel Aufmerksamkeit für eine kleine Hilfsaktion

Geld für ihre Hilfe will Josette Duran nicht annehmen. Zwar sammelte das Volleyball-Team der Schule 400 Dollar, nachdem Durans Pausenbrotservice an der Schule bekannt geworden war. Doch die 39-Jährige setzte das Geld prompt ein, um noch mehr Schülern aus armen Familien ein Essen in der Schulkantine zu ermöglichen. Für sie völlig selbstverständlich: "Das ist es doch, was wir tun sollten. Wir sollten Menschen helfen."

Duran selbst weiß, wie es sich anfühlt, in Not zu geraten. "Vor ein paar Jahren war ich obdachlos. Ich weiß, dass es schwer ist, um Hilfe zu bitten. Man schämt sich", sagte sie der Internetseite Today.com. Nicht nur an der Schule ihres Kindes hat die Mutter auf die Probleme von Kindern mit sozial schwachem Hintergrund aufmerksam gemacht, durch ihren mittlerweile über 200 Mal geteilten Facebookpost und das Medieninteresse daran erreicht das Thema auch die Öffentlichkeit.

Dylans Freund braucht mittlerweile kein Pausenbrot mehr, er kann dank staatlicher Unterstützung nun in der Schulkantine vergünstigt essen. Josette Duran freut sich darüber - aber ein bisschen traurig macht es sie auch: "Ich mache jetzt nicht mehr zwei Pausenbrote, irgendwie fühlt sich das einsam an."

epp

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