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Kita-Streik: So helfen Unternehmen bei der Kinderbetreuung

Viele deutsche Firmen bemühen sich, ihren Mitarbeitern während des Kita-Streiks zu helfen. Neben alternativen Betreuungsangeboten erlauben einige Unternehmen, den Nachwuchs mit ins Büro zu bringen.

Eltern-Kind-Büros, wie hier in der IHK Stuttgart, gehören zu den Angeboten, mit denen Firmen während des Kita-Streiks bei der Kinderbetreuung helfen.

Eltern-Kind-Büros, wie hier in der IHK Stuttgart, gehören zu den Angeboten, mit denen Firmen während des Kita-Streiks bei der Kinderbetreuung helfen.

Während des Kita-Streiks bieten einem Zeitungsbericht zufolge viele Firmen ihren Mitarbeitern mit Kindern spezielle Betreuungsangebote. Eine kostenlose Kinderbetreuung haben beispielsweise die Commerzbank, der Konsumgüter-Hersteller Henkel und der Flughafenbetreiber Fraport eingerichtet, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage bei großen Unternehmen berichtet. Beim Energieversorger Eon und bei ThyssenKrupp gebe es spezielle Eltern-Kind-Büros.

Auch bei der Deutschen Telekom könnten Eltern ihre Kinder an Streiktagen mit ins Büro nehmen, heißt es in dem Bericht weiter. Beim Autobauer Opel gebe es Freischichten für vom Streik betroffene Mitarbeiter, die Deutsche Bank vermittle Angestellten unter anderem Babysitter. Siemens übernehme in Einzelfällen die Kosten für einen Babysitter zu Hause.

Unternehmen sollten Druck auf Kommunen ausüben

Die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, erwartet angesichts des unbefristeten Kita-Streiks Druck aus der Wirtschaft auf die kommunalen Träger. Während die Firmen Mehrkosten für die Ersatzbetreuung der Kinder von Beschäftigten trügen, sparten die Kommunen bei den Gehältern der Erzieher, kritisierte Tepe. Auch die Wirtschaft brauche "funktionierende Kitas". "Die Unternehmen müssen deshalb Druck bei den Kommunen machen."

Bereits seit Freitag befinden sich Beschäftigte in Kindertagesstätten und in anderen Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienstes in mehreren Bundesländern in einem unbefristeten Streik. Der Ausstand wurde am Montag auf zahlreiche weitere Bundesländer ausgeweitet. Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten neue Eingruppierungsregeln und Tätigkeitsmerkmale, was letztlich zu zehn Prozent mehr Gehalt führen soll.

ono/AFP / AFP

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