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Mobbing in der Schule: So helfen Sie Ihrem Kind

Mit gesenktem Kopf kommt das Kind aus der Schule und verzieht sich direkt in seine Zimmer. Statt Hunger hat es Bauchschmerzen, reden will es gar nicht. Manchmal steckt hinter dieser Isolation Mobbing.

Wenn gelegentliches Ärgern zu Mobbing wird, leidet das Kind womöglich täglich. Eltern können ihm zur Seite stehen und es helfend unterstützen.

Wenn gelegentliches Ärgern zu Mobbing wird, leidet das Kind womöglich täglich. Eltern können ihm zur Seite stehen und es helfend unterstützen.

Kinder sprechen manchmal nicht über das, was sie bedrückt. Woran lässt sich eigentlich erkennen, ob ein Kind vielleicht gemobbt wird? Alarmsignale für Eltern und Verwandte können plötzliche Verschlossenheit, ein Leistungsabfall in der Schule oder der Rückzug in andere Gebiete wie etwa in Online-Spiele oder Fantasiewelten, heißt es auf der Seite der EU-Initiative Klicksafe. "Typisch für Mobbing ist, dass Kinder in die absolute Isolation gehen und sich zurückziehen. Das kann dramatische Formen annehmen", sagt Sozialpädagoge Thomas Sonnenburg.

Und was der Psyche schadet, wirkt sich oftmals auch körperlich aus, häufig leiden Kinder auch unter gesundheitlichen Problemen. Dazu zählen Symptome wie Kopf- oder Bauchschmerzen, aber auch häufigeres Fehlen in der Schule, Schlafprobleme, gedrückte Stimmung. Schlimmstenfalls führt Mobbing dazu, dass die Betroffenen sich selbst und ihr Leben infrage stellen - bis hin zu Suizidgedanken.

Was, wann, wie?

Im ersten Schritt ist es sinnvoll herauszufinden, wie das Kind gemobbt wird. Warum fühlt es sich angegriffen? Wird es zum Beispiel ausgelacht oder isoliert? Gibt es eine Möglichkeit, selbstständig aus der Opferrolle zu treten? Indem es sich Freunde in einer Parallelklasse sucht? Wie schwerwiegend ist das Mobbing genau?

Nach dem Gespräch zwischen Eltern und Kind empfiehlt es sich, ein Mobbingtagebuch zu führen. Darin wird jeder Übergriff mit Datum, Uhrzeit, Ort und Namen protokolliert ebenso wie die Namen möglicher Zeugen. Es muss genau beschrieben werden, was geschehen ist, wer beteiligt war und wie sich das Opfer dabei gefühlt hat. Das hilft dem Kind zwar nicht, sich besser zu fühlen, kann aber eine Grundlage für ein Gespäch mit dem Lehrer, der Schulleitung oder notfalls einem Anwalt sein.

Mobbing durch eine Gruppe vernichtet Zivilcourage

Die Gründe für Mobbing sind vielfältig: Manche Täter haben selbst Angst, ein Mobbingopfer zu werden, sie möchten von sich ablenken. Viele wollen deshalb lieber selbst zu einer vermeintlich starken Gruppe gehören und cool sein. Oft kommt auch Langeweile ins Spiel. Die Jugendlichen finden Spaß daran, vermeintlich Schwächere zu gängeln und die eigene Stärke zu zeigen. Zu beweisen, wie lustig sie sind oder wie geschickt sie soziale Medien nutzen. Manchmal können auch eine zerbrochene Freundschaft, Hass- oder Rachegelüste der Hetze gegen jemanden zugrunde liegen.

Medienanwalt Ralf Höcker hat in den letzten Jahren viele Erfahrungen mit Mobbingopfern gesammelt - insbesondere, wenn soziale Netzwerke dafür genutzt wurden.

Herr Höcker, wird auf dem Gymnasium anders gemobbt als in der Stadtteilschule?
Das kann ich nicht sagen, aber mein Eindruck ist, dass die Art des Mobbings bei den unterschiedlichen Schulformen recht ähnlich ist. Es geht um Verleumdungen, also falsche Behauptungen und Beleidigungen wie Schlampe, Nutte und solche Geschichten. Und es geht natürlich auch um das Einstellen von persönlichkeitsrechtverletzenden Fotos oder Videos. Wenn etwa Schüler auf dem Schulhof zusammengeprügelt werden und jemand filmt das mit dem Handy. Manchmal sind es auch sexuelle Geschichten, also heimlich gedrehte Filmchen. Solche Sachen passieren meines Erachtens nach schulformübergreifend.

Wie können Eltern ihre Kinder schützen?


Man sollte seinem Kind erst einmal erklären, wie es mit anderen umzugehen hat. Nach der alten kantschen Devise "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu" - Kant hat das ein bisschen hübscher ausgedrückt. Dann sollte man erklären, was sie tun sollen, wenn ihnen etwas geschieht, was sie als Unrecht empfinden, etwa weil andere schlecht über sie reden oder sie schlecht behandeln. Dann sollten sie ihre Eltern informieren. Wenn etwas vorgefallen ist, sollten die Kinder oder deren Eltern gucken, dass sie das Problem gemeinsam mit der Schulleitung in den Griff kriegen. Als letzter Ausweg, und es sollte tatsächlich der letzte Ausweg sein, sind auch rechtliche Schritte möglich. Meist reicht schon deren Androhung.

Hier finden Sie Hilfe

Die Elterninitiative www.lernen-ohne-angst.de hat gute Tipps für Familien, deren Kinder von Mobbing betroffen sind.

Die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz informiert auf der Internetseite www.klicksafe.de speziell über das Thema Cyber-Mobbing.

Der Deutsche Kinderschutzbund bietet unter der "Nummer gegen Kummer" auch

telefonische Beratung

an. Bei Sorgen und Nöten können sich Kinder und Jugendliche montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr kostenlos unter der

Telefonnummer 0800/ 1110333

beraten lassen. Unter 0800/ 1110550 bietet der Kinderschutzbund außerdem ein Elterntelefon an. Beratungszeiten: montags bis freitags 9 bis 11 Uhr, dienstags und donnerstags 17 bis 19 Uhr.

Auf der Seite des Bundesfamilienministeriums gibt es zahlreiche Informationen zum Thema Cyber-Mobbing sowie eine Liste von Beratungsangeboten. Eine Broschüre (PDF) fasst die wichtigsten Informationen zusammen.

Auf der Selbsthilfe-Plattform Juuuport sind ehrenamtliche Scouts erreichbar, die Jugendliche bei schlechten Erfahrungen im Internet beraten sollen. Die Scouts zwischen 14 und 18 Jahren werden durch psychologische, juristische und medienpädagogische Fachkräfte ausgebildet.

Die Polizei gibt auf ihrer Internetseite Tipps für Betroffene und Lehrer.

Auch die Opferorganisation Weißer Ring hat in einer Broschüre nützliche Informationen für die persönliche Sicherheit zusammengestellt.

bal

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.