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Großbritannien Englische Grafschaft geht mit Autokamera gegen Parken vor Schulen vor

Eine Auto steht im Halteverbot
In Leicestershire wird nun nach Falschparkern vor Schulen geahndet (Symbolbild)
© Toa55 / Getty Images
Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bis vors Schultor bringen, sind in vielen Ländern zum Problem geworden. In der englischen Grafschaft Leicestershire werden wild geparkte Autos vor Schulen nun fotografiert, mit einem extra ausgestatteten Wagen.

Es heißt Camera Enforcement Vehicle, was auf Deutsch so viel bedeutet wie Kamera-Vollstreckungswagen, und sein Name steht auf der Autotür. Dabei handelt es sich um einen Streifenwagen, mit einer konkreten Mission: Seine Kamera nimmt illegal vor Schulen geparkte Autos auf, damit den Haltern ein Strafzettel verpasst werden kann. 70 Britische Pfund, knapp 80 Euro, kostet es Eltern in der Grafschaft Leicestershire nun, wenn sie das Parkverbot vor Schulen ignorieren. Morgens und abends sind die Schulwege für Kinder zu einer großen Gefahr geworden, weil Eltern, die ihre Kinder bringen oder abholen, auf der verzweifelten Suche nach Parkplätzen Verkehrsschilder missachten. Dem Grafschaftsrat ist dieses Schulwegproblem 500.000 Pfund wert, ca. 560.000 Euro, die in den kommenden zwölf Monaten ausschließlich für die Sicherheit vor Dutzenden Schulen in Leicestershire investiert werden.

Ratsherr Blake Pain ist in der Grafschaft das zuständige Kabinettmitglied für Umwelt und Verkehr. Er sagte zu "Leicestershire Live": "Wir starten ein Programm, das in erster Linie die Sperrzonen vor Schulen leichter erzwingbar macht und glauben, das dadurch die Sorgen lindern können." Für die Umsetzung arbeitet die Sonderabteilung eng mit den Schulen und der Polizei zusammen. Die Parksituation auf der Straße und den Bürgersteigen soll verbessert und dadurch die Sicherheit der Schüler erhöht werden. "Wir haben die Schulen eingeladen, ihre Belange in das Programm einzubringen", ergänzt Pain. Die Parkverbot-Bereiche sind notwendig geworden, um den Schülern ein sicheres Überqueren der Straße zu ermöglichen.

Einsatz von automatischer Kennzeichen-Erfassungs-Technologie

An dem Versuch beteiligen sich 32 Schulen, die bereits über die notwenigen Kennzeichnungen auf der Straße verfügen. 25 weitere Schulen mit Problemparkern haben Interesse bekundet, müssen jedoch vorher noch für den Test instandgesetzt werden.

Das Auto mit der automatischen Kennzeichen-Erfassungs-Technologie wird von Gemeindebeauftragten eingesetzt, um die notwendigen Beweise für die 70-Pfund-Strafmandate zu erbringen. Letztere kommen per Post zu den Fahrern, die auf Sperrzonen geparkt haben. "Im Idealfall", so Pain, "arbeiten die Schulen und die örtlichen Gemeinden zusammen und bereiten die Eltern darauf vor, am Schulweg korrekt zu parken."

bal

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