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Folgen von Corona Schule in der Pandemie: Kinder und Jugendliche erzählen, was die Pandemie mit ihnen gemacht hat

Mädchen sitzt vor ihrem Laptop und schreibt sich Sachen auf einen Collegeblock
Dank der Technik war Homeschooling hierzulande möglich – auch wenn es nicht immer einfach ist
© VioletaStoimenova / Getty Images
Viele Menschen leiden unter den Auswirkungen der Coronapandemie. Jetzt offenbaren Kinder und Jugendliche, wie sie diese Zeit erleben – und was es mit ihnen macht.

Dieser Text erschien zuerst an dieser Stelle auf brigitte.de.

Die Pandemie begleitet die gesamte Welt nun schon seit über einem Jahr. Viele Menschen leiden gesundheitlich, finanziell oder psychisch unter den Auswirkungen des Coronavirus. Besonders für Kinder und Jugendliche ist es nicht immer einfach – sie leben in einer Ausnahmesituation.

Durch die Schul- und Kitaschließungen hat ihnen der soziale Kontakt gefehlt, durch Homeschooling wurden sie und auch die Eltern vor neue Herausforderungen gestellt. Die Verarbeitung dieser Extremsituation fällt ihnen häufig schwerer als Erwachsenen, die über mehr Lebenserfahrung verfügen.

Schüler:innen verschaffen sich Gehör

In dem Buch "Schule im Corona-Modus – Eindrücke und Erlebnisse von Schülerinnen und Schülern" bringen mehr als 400 Schüler:innen aus 44 Schulen ihre Erlebnisse und Gefühle zu Papier. Das Buch, das einen authentischen Einblick in die Gemütslage junger Menschen gewährt, wurde von  "Aktion Hessen hilft" sowie Tobias Greilich herausgegeben.

Die Kinder und Jugendlichen haben ihre Gedanken in Form von Tagebüchern, Gedichten oder auch Comics festgehalten. Als Herausgeber hat "Aktion Hessen hilft" auf eine redaktionelle Überarbeitung verzichtet, da ein "ungeschöntes Stimmungsbild" wiedergegeben werden soll. Die bewegendsten Zitate der Schüler:innen liest du hier.

Trauriger Vergleich – Lisa
"Schule in Zeiten von Corona ist wie ein Schlachthof, nur dass Träume statt Tieren geschlachtet werden."

In Sorge
"Ich habe Angst, dass meine Angehörigen an dem Virus erkranken und ich sie dadurch verliere."

"Die Coronazeit" – Lola
"Die Coronazeit ist für mich eine Zeit in der man sehr eingeschränkt leben muss, und sehr wenig Freunde treffen kann. [...] Ich habe mich sehr traurig gefühlt weil ich nicht in die Schule durfte. Ich musste Home-Schooling machen. Aber das hat mir auch ein bisschen Spaß gemacht weil ich ausschlafen konnte, und weil meine Lehrerin meiner Klasse und mir coole Videos geschickt hat."

Tagebuch – Emely
"Ich vermisse meine Klassenkameraden, meine Lehrer und sogar den Unterricht."

"Selbst schuld" – Alexander
"Die Menschen sind selbst schuld an der Covid 19 Pandemie. sie würgen der Erde ja gerade die Luft ab, mit ihren Kriegen und ihren Luftverpester-Maschinen, sie vermüllen die Erde und dann wundern sie sich das die Erde sich wehrt."

Stress – Tyler
"Bei den Aufgaben komme ich nur langsam voran, das stresst mich richtig."

Der Wunsch nach Freiheit
"Ich habe Angst, dass die Normalität bald ganz anders aussieht oder es so bleibt, wie es derzeit ist. Dass die Einschränkungen bleiben. Dass die Freiheit wegbleibt. UNSERE Freiheit. Die, die jeder Mensch verdient hat."

Aktion Hessen hilft

1991 wurde die Initiative "Aktion Hessen hilft" von Schüler:innen in Hessen für die Opfer des Bürgerkriegs in Jugoslawien gegründet. Seither hat der Verein in 30 Ländern weltweit humanitäre Hilfe geleistet. "Immer da, wo Not herrscht und wir die Möglichkeit haben zu helfen, leisten wir – meist selbst vor Ort – unseren Beitrag", heißt es auf der Website der Organisation. Mit "Schule im Corona-Modus" lässt sie nun junge Menschen vom Grundschul- bis Abituralter zu Wort kommen.

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