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Serie: Rabenmütter, Rabenväter: Weg mit dem Lieblings-Shirt!

Müssen Kinder ordentlich gekleidet sein? stern-Redakteurin Julia Kepenek findet ja - und versteckt das heiß geliebte T-Shirt ihres Sohnes, weil es verwaschen und ausgeleiert ist.

Ich liebe es, neue Klamotten für meinen Sohn zu kaufen! Seit er auf der Welt ist, gebe ich deutlich mehr Geld für seine als für meine Kleidung aus. Schon als Baby habe ich ihn in einen dunkelblauen Dufflecoat gesteckt. Ich fand es wahnsinnig niedlich. Mein Mann vor allem unpraktisch.

Mittlerweile ist mein Sohn dreieinhalb Jahre alt und sucht sich gern selbst aus, was er anzieht. Das führt fast täglich zu Diskussionen. Denn während ich alles bevorzuge, was möglichst neutral ist, liebt mein Sohn es bunt. Ein T-Shirt ohne rülpsende Drachen, fliegende Autos oder tanzende Affen ist für ihn nur schwer akzeptabel. Wenn ich ihm doch einmal eins ohne Motiv überstreife, denkt er, es sei falsch herum.

Natürlich soll mein Kind farbenfrohe, kindgerechte Kleidung tragen und nicht als trister Trauerkloß herumlaufen. Aber wenn es nach dem Willen meines Sohnes ginge, würde er Tag für Tag, von morgens bis abends nur ein und dasselbe T-Shirt anziehen.

Ein kleines Merchandise-Monster

Das Lieblings-Shirt meines Sohnes war mal knallrot, mittlerweile ist es verwaschen und viel zu kurz. Auf der Brust prangt der lachende Lightning McQueen, Hauptfigur aus dem Disney-Streifen "Cars". Mein Sohn hat den Film noch nie gesehen, er kennt nur das Buch. Aber allein das reicht, um ihn in ein kleines Merchandise-Monster zu verwandeln. Wenn er das grinsende Auto sieht, reagiert er wie der pawlowsche Hund auf die Glocke: haben, haben, haben. Wir besitzen Schuhe, Unterhosen, Schlafanzüge und T-Shirts mit dem roten Renner. Wohlgemerkt, das kommt alles von den Großeltern, weil der Kleine es doch so gern mag. Ich selbst habe nichts davon gekauft und weigere mich, ihm das T-Shirt tagtäglich anzuziehen.

Deshalb bin ich mittlerweile an dem Punkt angekommen, die Lieblings-Klamotte meines Sohnes zu verstecken. Ganz unten in der Tonne, damit es bloß nicht direkt in der nächsten Waschladung landet. Meinem Sohn kann ich dann sagen: "Ist noch nicht gewaschen." Oder noch besser: "Ich weiß auch nicht, wo es gerade liegt." Im Notfall packe ich es nach ganz hinten in den Schrank, sodass er die rote Farbe bloß nicht beim ersten Öffnen direkt sieht.

Okay, ich mache Ausnahmen

Hin und wieder muss ich dann doch nachgeben, wenn er es auf dem Wäscheständer entdeckt und am liebsten direkt nass überstreifen möchte. Oder wenn er Fotos von sich sieht, auf denen er sein Lieblings-Shirt trägt. Dann fällt es ihm wie Schuppen von den Augen: Wo ist das Ding eigentlich? Her damit! Sofort!

Dass er nun bald aus dem roten T-Shirt herausgewachsen sein wird, ist nur ein schwacher Trost. In einigen Wochen werden wir unseren Urlaub bei den Großeltern verbringen. Dann kaufen sie ihm garantiert ein neues.

stern-Redakteurin Julia Kepenek ist Mutter eines dreijährigen Sohnes, der gern selbst bestimmt, was in seinen Kleiderschrank kommt - und sei es eine Feuerwehruniform.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.