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Unterstützung für krebskranke Freundin: Schulverbot, weil sie sich eine Glatze rasierte

Aus Solidarität mit ihrer krebskranken besten Freundin Delaney hat sich die US-Schülerin Kamryn Renfro die Haare abrasiert. Doch ihre Schule zeigte zunächst wenig Verständnis und suspendierte Kamryn.

Sie ist meine beste Freundin", sagt Kamryn Renfro, 9, aus Grand Junction im US-Bundesstaat Colorado. "Es fühlte sich einfach richtig an." Nach einem Übernachtungsbesuch kam Kamryn ohne Haare nach Hause. Ihre Freundin Delaney leidet an Krebs, durch die notwendige Chemotherapie verlor sie ihre Haare. Und Kamryn wollte, dass Delaney nicht das einzige Mädchen mit Glatze ist. Mit Erfolg. "Ich habe mich dadurch ganz besonders gefühlt. Und nicht mehr allein", sagt die kleine Patientin über die Aktion ihrer Freundin.

Kamryns Mutter Jamie Renfro schrieb laut "The Daily Sentinel" daraufhin am Sonntagabend der Schule eine Mail. Die Antwort der Direktorin der Caprock Academy war ernüchternd: So könne Kamryn leider nicht am Unterricht teilnehmen, da eine Glatze gegen die schulinterne Kleiderordnung verstoße.

Jamie Renfro postete die Geschichte von Kamryns Suspendierung auf Facebook und innerhalb kurzer Zeit ging die Geschichte durchs Internet. Viele Menschen solidarisierten sich mit dem tapferen Mädchen und empörten sich über die Schule. Doch es gab auch regelrechte Drohungen gegen die Caprock Academy. Am Dienstag bewachten daher vorsichtshalber zwei Polizisten ein Treffen in der Schule, bei dem über die Schulregeln und das weitere Vorgehen in Kamryns Fall entschieden wurde.

Eine Mutter sagt: "Es gibt Zeiten, in denen sind Regeln wichtig. Und dann gibt es Zeiten, in denen Mitgefühl wesentlich wichtiger ist als jedes Regelbuch." Das haben inzwischen auch die Verantwortlichen der Caprock Academy eingesehen. Seit Dienstag darf Kamryn wieder zur Schule.

jbw
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