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Polizei lässt Gnade walten: Zu schnell gefahren und geblitzt worden – darum muss ein Paar trotzdem keine Strafe zahlen

Mitten in der Nacht rast ein Auto durch München und wird mit 14 km/h zu viel geblitzt. Doch nachdem der Fahrer die Situation erklärt, zeigt sich die Polizei nicht nur verständnisvoll – sie schickt sogar ein Glückwunschschreiben.

Ein Paar aus München hatte in doppelter Hinsicht Glück mit einer etwas zu schnellen Autofahrt

Ein Paar aus München hatte in doppelter Hinsicht Glück mit einer etwas zu schnellen Autofahrt (Symbolbild)

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Mit 14 Kilometern pro Stunde zu viel düste am 31. Oktober ein Auto durch eine Straße in München. Dort stand ein Blitzer, erwischte das Fahrzeug – ein Bußgeldschreiben folgte. Doch der Fahrer legte Widerspruch ein – und wurde nicht nur von der Geldstrafe befreit, sondern erhielt sogar noch ein Glückwunschschreiben. Wie kann das sein?

Es war ein bisschen so, wie man es aus Kinofilmen kennt: Ein Paar war mitten in der Nacht eilig zum Auto gehetzt, da sich bei der schwangeren Frau die Geburt ankündigte. Und es ging alles viel schneller, als man das geplant hatte. Einen Rettungswagen zu rufen, das hätte schon zu lange gedauert – deshalb verfrachtete der Mann seine Partnerin ins Auto und trat aufs Gas, um rechtzeitig ins Krankenhaus zu kommen. So berichtete es "Bunte.de". Glücklicherweise waren die Straßen zu dieser nachtschlafenden Zeit frei.

Wie knapp der Sprint in den Kreißsaal wirklich war, zeigt ein Tweet, den die inzwischen frischgebackene Mutter später teilte:

Um 2.14 Uhr geriet das Paar mit dem Auto in die Radarkontrolle. Um 2.27 Uhr war das Baby auf der Welt. Der junge Vater schickte der Polizeidienststelle die Geburtsurkunde seiner Tochter als Beleg für die Dringlichkeit der Autofahrt zu – und die Ordnungshüter reagierten souverän und menschlich. Das Ermittlungsverfahren sei "eingestellt worden", heißt es in dem Schreiben, das das Paar erreichte. "Wir gratulieren zur Geburt Ihrer Tochter."

Es habe sich hierbei um eine "absolute Einzelfallentscheidung" gehandelt, stellte die Polizei gegenüber der Website "express.de" klar – natürlich ist dies kein Freibrief für alle, die noch rechtzeitig den Supermarkt erreichen müssen, um vor Ladenschluss einen Liter Milch zu ergattern. "Und er ist 14 km/h zu schnell gefahren, nicht 40", schaltete sich die Tante des frischgebackenen Babys in die Diskussion in den sozialen Medien ein, um einige empörte Kommentatoren zu beschwichtigen.

Wir können uns vermutlich alle darauf einigen, dass die anstehende Geburt des eigenen Kindes einer von sehr, sehr wenigen Gründen ist, die es rechtfertigen, sich einmal nicht ganz an die Verkehrsregeln zu halten.

Quellen: "Bunte.de" / "Express.de"

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wt
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