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Glückliche Ehe Gemeinsames Coming-out: "Als Sarah sich als trans outete, sagte ich: 'Und ich bin lesbisch'"


Sarah und Jenni Barrett sind seit 2005 verheiratet, damals hießen sie allerdings noch Sean und Jenni. Doch seit Sarahs Coming-out 2016 ist ihre Ehe stärker denn je.

Jenni und Sarah Barrett sind seit 2004 ein Paar und seit 2005 verheiratet. Gemeinsam haben die beiden Frauen aus dem US-Bundesstaat Arizona zwei Söhne, Morgan und Toby. In einem Interview mit der britischen "Daily Mail" erzählten die beiden von ihrer beeindruckenden Geschichte: "Eines Abends 2016 drehte sich Sarah zu mir um und sagte: 'Ich muss dringend mit dir reden – ich glaube, ich bin trans.' In diesem Moment wurde mir klar ich, dass der Grund, warum ich mich schon immer zu ihr hingezogen fühlte, nicht ihre Äußeres war, sondern die Frau, die sie in ihrem Innern steckt. Also drehte ich mich um und sagte: 'Das ist in Ordnung – ich glaube, ich bin lesbisch.'"

Das Paar kam sich 2004 bei der Hausparty näher – kein Zufall, wie Jenni später herausfand: "Wir lernten uns durch einen gemeinsamen Freund an der Arizona State University kennen, wo wir beide studierten, um Lehrer zu werden. Sarah – die damals noch Sean hieß – war sofort in mich verknallt, doch ich war in einer Beziehung. Drei Jahre später, als er herausfand, dass mein Ex und ich uns getrennt hatten, überredete er unseren Freund dazu, eine Hausparty zu schmeißen, damit wir dort aufeinander treffen würden." Seither ist das Paar unzertrennlich, heiratete 2005. 2007 und 2009 folgten die Geburten der gemeinsamen Söhne.

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Thirteen years ago I married this human. When we embarked on this journey, we were completely different people but somehow, someway, those completely different people are still in love, if not more, than we were then. We had no idea the crazy transformations we'd go through and how much our lives would change to get us to where we are today, but I'm so glad we took this leap. I love you so much, @chandlersarahb ! I can't wait to do it again in a couple years! You're my lobster and I love you more than cheese! 🥰 • • • #transisbeautiful #transformation #transformationtuesday #love #thirteenyears #ourweddingsbarmitzvah #transgender #lgbtq #lgbt #wewerebabies #whoarethosepeople #doesanyonerecognizethem #happywifehappylife #anniversary #twomoms #twomoms #forever #godblessthebrokenroadthatledmestraighttoyou

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Wie kann mein Sohn ehrlich sein, wenn ich es nicht bin?

Sarahs Coming-out sei keine große Überraschung gewesen, sagt Jenni inzwischen. Über die Jahre habe Sarah Stück für Stück einen zweiten Kleiderschrank voll mit Frauenkleidung angesammelt. Immer wieder habe sie auch Frauenkleider in der Wäsche gefunden, die sie definitiv nicht selbst getragen hatte. Dennoch habe sie ihren Verdacht nie angesprochen: "Wenn ich zurückblicke, glaube ich, dass ich auf der einen Seite Angst hatte, dass mein Verdacht sich bestätigen würde und auf der anderen Seite nicht wollte, dass sie sich unwohl fühlt. Ich wollte nicht mit dem Finger auf sie zeigen und dann falsch liegen. Es fühlte sich einfach an, als hätte ich kein Recht dazu."

Entscheidend sei für Sarah schließlich der gemeinsame Sohn Morgan gewesen. Während sich seine Mütter sicher waren, dass Morgan homosexuell sei, habe er lange nicht darüber sprechen wollen: "Sarah hielt sich selbst den Spiegel vor und fragte sich: Wie kann ich erwarten, dass Morgan ehrlich mit sich selbst ist, wenn ich nicht ehrlich mit mir bin?"

Die Kinder hätten die Neuigkeiten sehr gut aufgenommen, so Sarah und Jenni. Zwei Jahre nach Sarah habe schließlich auch Morgan sein Coming-out gehabt. Seit einigen Jahren nimmt Sarah Hormone, 2018 hate sie eine Brustvergrößerung. Die geschlechtsangleichende Operation, die eigentlich in diesem Sommer stattfinden sollte, musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Sarah: "Es ist das letzte Kapitel meiner Reise und ich kann es kaum erwarten, dort anzukommen. Es ist das letzte Puzzleteil, das mich davon abhält, mich selbst voll und ganz als Frau zu sehen. […] Und es ist großartig zu wissen, dass Jenni und unsere Jungs mich bei jedem Schritt des Weges unterstützen werden."

Quelle: "Daily Mail"

jgs

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