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Sexmesse DomCon LA: Fesseln, Flammen und Holzpaddel: Kerkerparty mit rotem Pöter

Seit 13 Jahren treffen sich Profis und Fans der BDSM- und Fetischszene jährlich zu einer mehrtägigen Sexmesse in Los Angeles. Auch in diesem Jahr wurden wieder kräftige Hiebe ausgeteilt – und ordentlich gefeiert.

Ein gefesselter Mann erhält Schläge auf seinen bereits geröteten Hintern

Kerkerparty während der DomCon LA: Domina Queen IV [sprich: Eiwi] teilt aus, ihr freiwilliger Sub soll leiden – und möchte das auch gern. Auf der Sexmesse kommen Freunde der BDSM-Szene zusammen, entdecken neues "Spielzeug" und lernen andere Interessierte kennen.

Ihren Namen kennt in der Szene wohl jeder: Mistress Cyan ist die erfolgreichste Transgender-Domina der USA. Ihrer Initiative verdankt Los Angeles die jährlich stattfindende Sexmesse für BDSM-Liebhaber, die DomCon. Unweit des Flughafens betreibt Mistress Cyan ein Gelände namens Sanctuary, wo auf 650 Quadratmetern 40 Frauen in neun Themenräumen für das sexuelle Glück ihrer Kundschaft sorgen und wöchentliche Fetisch-Themenpartys stattfinden. Doch die DomCon findet um die Ecke statt, im Hotel Hilton Los Angeles Airport.

Was die Szene zu bieten hat, konnten sich Interessierte und Neugierige vom 18. bis 23. Mai anschauen. Die Messe dient nicht nur dazu, neueste Gadgets vorzustellen, sondern auch als Kontaktbörse. In Workshops erhalten die Besucher wichtige Informationen zu Sicherheit, Spieltechniken und der Lifestyle-Philosophie, um nach der eintägigen Seminar-Teilnahme selbst an den Performances teilnehmen zu können – aktiv oder passiv, als Dom oder Sub.

BDSM – nicht ohne Vorwissen

Wie wichtig der sorgfältige Umgang mit Fesseln, Messern oder gar Feuer ist, zeigen die Bilder, die in diesem Jahr entstanden sind. Der Fotojournalist David McNew, dessen Reportagen eine thematische Bandbreite von Kriegsberichterstattung bis Coachella zeigen, gewährt mit seinen Bildern Einblicke, die Unerfahrenen durchaus Angstschauer bescheren können: Die Ganzkörper-Latexanzüge, die Hundeverkleidung mit Knochen sowie Leinengeschirr und die roten Striemen auf Rücken und Po wirken auf konventionelle Gemüter zunächst befremdlich.

Doch auch diesen Zweck soll die Messer erfüllen: Vorurteile abbauen, aufklären, BDSM-Sexspiele als Teil eines eigenen Lifestyles zeigen. "Wir sind kein Haufen von Psychopathen", erklärte Mistress Cyan einmal in einem Interview mit der "L.A. Weekly". Die Abkürzung BDSM steht für die englischen Begriffe Bondage (Fesselung) & Discipline (Disziplinierung), Dominance (Beherrschung) & Submission (Unterwerfung), Sadism (Sadismus) & Masochism (Masochismus).

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