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AUKTION: Bronzeskultpur erzielt Rekordpreis

»Danaïde« ist die teuerste Skulptur der Welt: Für fast 18,2 Millionen Dollar (19,9 Millionen Euro) wurde das Bronzeporträt des rumänischen Bildhauers Constantin Brancusi in New York versteigert.

»Danaïde« ist die teuerste Skulptur der Welt: Für fast 18,2 Millionen Dollar (19,9 Millionen Euro) wurde das um 1913 entstandene Bronzeporträt des rumänischen Bildhauers Constantin Brancusi (1876-1957) in New York versteigert. Es handelt sich um den höchsten Preis, der jemals bei einer Auktion für eine Skulptur erzielt wurde.

Den Namen des Käufers wollte Christie's nicht preisgeben. Das Kunstwerk war zum Auftakt der Frühjahrsauktionen für Impressionisten und Moderne Kunst am Dienstagabend (Ortszeit) in New York zugeschlagen worden. Es erzielte das Doppelte des Schätzpreises. »Danaïde« gehört zu einer Serie von Bronzeporträts Brancusis; sechs Exemplare sind in führenden Museen Europas und der USA ausgestellt.

Alberto Giacomettis »La foret«, eine Bronzekomposition aus sieben weiblichen Figuren aus dem Jahr 1950, brachte 13,2 Millionen Dollar, ebenfalls deutlich mehr als den Schätzpreis von 7 bis 9 Millionen.Das teuerste Gemälde der Auktion war René Magrittes »L'empire des lumières« aus einer Serie des belgischen Künstlers, in der er sich auf den Kontrast zwischen Hell und Dunkel konzentrierte. Ein namentlich nicht genannter Käufer erwarb das Werk für 12,6 Millionen Dollar.

Gustave Caillebottes lebensgroßes Porträt eines Soldaten mit dem Titel »Un soldat« fand für knapp 6,4 Millionen Dollar einen Interessenten. Das Gemälde war 18 Jahre lang, von 1983 bis 2001, in New Yorks Metropolitan Museum of Art ausgestellt. Ein frühes Picasso-Gemälde, »Les courses« (1901), wurde knapp über dem Schätzwert für 4,6 Millionen Dollar verkauft. Es zeigt mehrere elegant gekleidete Pariserinnen auf der Rennbahn.

Der Ehrenvorsitzende von Christie's Amerika, Christopher Burge, nannte den Auftakt der Frühjahrauktionen »explosiv und aufregend«. 17 Kunstwerke wurden für einen Preis über einer Million Dollar versteigert, und 31 der 33 verkauften Lose erzielten Ergebnisse, die im Rahmen oder über ihrem Schätzpreis lagen. Insgesamt wurden 72 Prozent aller Lose verkauft und erzielten ein Ergebnis, das zu 88 Prozent den Erwartungen erfüllte. Die Käufer waren überwiegend Amerikaner (58 Prozent), ein Drittel kam aus Europa und ein knappes Zehntel aus Asien.