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Doodle zum 135. Geburtstag: Constantin Brancusi auf der Suche nach Abstraktion

Der rumänisch-französische Bildhauer Constantin Brancusi wurde heute vor 135 Jahren in Rumänien geboren. Seine abstrakten Skulpturen hatten großen Einfluss auf die moderne Kunst. Google ehrt den Künstler mit einem Doodle auf seiner Startseite.

Der Sohn eines Rumänen und einer Französin wurde am 19. Februar 1876 im Süden Rumäniens geboren. Bereits mit elf Jahren verließ Constantin Brancusi sein Elternhaus und kehrte nie zurück. Bis ins Jahr 1894 wechselte er immer wieder den Wohnort und schlug sich als Kellner oder Verkäufer durch. Nach einem Studium an der Kunstgewerbeschule in Craiova, studierte Brancusi auch an der Kunstakademie in Bukarest.

Nach seinem Studium und einem durch Sonderurlaub verkürzten Wehrdienst, machte sich Brancusi 1903 zu Fuß auf den Weg nach Paris. Er erreichte die Stadt am 14. Juli 1904, dem Nationalfeiertag der Franzosen und blieb ihr bis zu seinem Tod treu. Brancusi nahm seine Bildhauer-Studien an der École des Beaux-Artes wieder auf und orientierte sich in diesen ersten Jahren am Jugendstil. Er begegnete zu dieser Zeit dem wohl bedeutendsten französischen Bildhauer der Moderne, Francois Auguste René Rodin, und arbeitete eine kurze Zeit in dessen Atelier.

Seit dem Jahr 1907 veränderte Brancusi seinen Stil und konzentrierte sich auf Vereinfachung und Reduzierung. Er entfernte sich von realistischen Darstellungen und fand zu seinem abstrakten Stil. In seiner Arbeit beschäftigte er sich meist mit wenigen Themen, die er gleich in mehreren Variationen verwirklichte. So fertigte er beispielsweise 13 verschiedene Versionen des Titels "Vogel im Raum" aus unterschiedlichen Materialien an.

Zu seinen wichtigsten Werken zählt der Titel "Torse de jeune homme", den er in den Jahren von 1916 bis 1923 schuf. Es handelt sich dabei um eine Skulptur aus Nussbaumholz, die später in Bronze gegossen wurde. Seit dem Jahr 1952 war Brancusi französischer Staatsbürger. Der überzeugte Junggeselle entschloss sich, sein gesamtes Werk dem französischen Staat zu vererben. Zwar brachte eine seiner Affären, die Konzertpianistin Vera Moore, 1934 einen Sohn zur Welt, Brancusi erkannte die Vaterschaft aber nie an.

Der erfolgreiche Bildhauer starb am 16. März 1957 nach langer Krankheit in Paris.

vim
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