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Frankfurts Bahnhofsviertel: Von "Crazy Sexy" bis Junggesellenabschied

Den Frankfurter Fotografen Ulrich Mattner faszinieren verborgene wirtschaftliche und urbane Milieus, in die man normalerweise keinen Zutritt erhält. Eine Ausstellung zeigt seine fotografische Langzeitstudie über das Frankfurter Bahnhofsviertel.

"Taunus Animierbar"

"Taunus Animierbar"

Er lebt und arbeitet im berühmt-berüchtigten Frankfurter Bahnhofsviertel: Ulrich Mattner kennt das Milieu wie kein Zweiter. Mit der Kamera hat er über viele Jahre die Menschen begleitet, die mit ihm in diesem Stadtteil zu Hause sind.

Ihm gelang es, das Vertrauen der Personen zu gewinnen, die sonst als besonders kamerascheu gelten: Striptease-Tänzerinnen, Prostituierte, Bordellbesitzer und Obdachlose. Festgehalten hat er den Alltag der Menschen, wobei die Spannbreite von witzigen über voyeuristischen bis zu depressiven Momenten reicht. Doch nie stellt Mattner die abgebildeten Personen bloß.

Seine fotografisch-ethnologische Studie des deutschlandweit bekannten Viertels war ihm möglich, weil er dort seit 2011 Street-Photographie-Workshops veranstaltet und mit Stadtführungen kombiniert. Das Ergebnis seiner fotografischen Arbeit, der Serie mit dem Titel "Streets of Desire", ist noch bis zum 30. November in der Galerie Immagis (Franziskanergasse 1) in Würzburg zu sehen.

Till Bartels
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