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Michael Poliza: Bilder meines Lebens - die Fotokolumne: Mein Geburtstagsgeschenk – Elephant Shadows

Dieses Foto von seltenen Wüstenelefanten in Namibia hätte es eigentlich gar nicht geben dürfen - wäre ich meinen ursprünglichen Reiseplänen gefolgt. Doch ich warf meinen Zeitplan um und erlebte einen großartigen Moment der Naturfotografie.

In der Naturfotografie definiere ich Glück folgendermaßen: Wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.
Das war auch bei diesem Bild der Fall. Entstanden ist das Foto in Namibia, wo es die seltenen Wüstenelefanten noch gibt. Es war am 1. Januar, und ich war schon kurz vor Sonnenaufgang in einem Ultraleichtflugzeug unterwegs, da entdeckte ich eine Herde Elefanten im Morgendunst.

 Die Dickhäuter waren noch einige Kilometer von der Wüstenebene entfernt. Um zum Wasser zu gelangen, mussten sie aber diese Ebene passieren.
Leider hatte ich geplant, an diesem Tag nach Kapstadt zurück zu fliegen, und das Flugzeug, das ich nehmen wollte, sollte in weniger als einer Stunde starten.
Aber ich konnte mir doch nicht diese Elefanten entgehen lassen. Also gab es eine Planänderung. Wir flogen zum Airstrip zurück, wo schon zwei Freunde schon auf mich warteten. Ein kurzes "Ihr-müsst-ohne-mich-zurück-nach-Kapstadt...", und schon war ich wieder auf dem Weg zu den Elefanten. Da hing immer noch Dunst am Boden, und die Elefanten hatten sich etwas Zeit gelassen. So landeten wir erstmal auf dieser Ebene, um auf sie zu warten. Nach einer Stunde war es soweit: Die steigende Sonne hatte den letzten Nebel aufgelöst, die Elefanten marschierten zum Wasser - und das auch noch im 90-Grad-Winkel zur Sonne. Und dann hebt auch noch einer den Rüssel. Klick, klick,klick.... Die Kamera ratterte.

EOS 1Ds MK II - 1/500 - f/9 - 180mm - ISO 500
 

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