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Wetter in Deutschland: Frühlingsanfang während der Coronakrise: Schneeflocken und Nachtfrost am Wochenende

Der langersehnte Frühling beginnt ausgerechnet in der Coronakrise, in der das öffentliche Leben in Deutschland stark eingeschränkt ist. Ein kleiner Trost ist vielleicht, dass das Wochenende vielerorts eher winterlich wird.

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Am Freitag ist kalendarischer Frühlingsanfang und noch dazu der Tag des Glücks. Nach Jubeln und Frohlocken ob der schönen Blütenpracht ist aber kaum jemanden zumute. Die Corona-Krise hat sich bereits in alle Lebensbereiche ausgeweitet, keiner kann ihr entkommen. Wie man einst wohl über diesen historischen Frühling reden wird?

Das Wetter wird zum Frühlingsanfang am Wochenende ohnehin wieder winterlich. In den Mittelgebirgen schneit es, hinzu kommen Minustemperaturen in der Nacht, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in Offenbach mitteilte. Damit werde es "einige Nächte hintereinander in einigen Teilen so kalt, wie es den ganzen Winter über nicht war", erklärte Meteorologin Magdalena Bertelmann. Die Spätfröste seien "nicht nur unschön und lästig für die, die sich nun auf Frühling gefreut haben, sondern vor allem auch "gefährlich" für Pflanzen, die zum jetzigen Zeitpunkt schon ausgetrieben haben", erklärte Bertelmann.

Nachdem es am Freitag zum astronomischen Frühlingsanfang im Süden teils mehr als 20 Grad warm war, liegen die Höchstwerte am (morgigen) Samstag nur noch bei sechs bis elf Grad. In den östlichen Mittelgebirgen wird es der Vorhersage zufolge noch kühler. Im Norden scheint nach einem teils wolkigen Start die Sonne und es bleibt trocken. Südlich einer Linie zwischen Eifel und Erzgebirge regnet es, im Bergland fällt Schnee. Später ziehen die Niederschläge nach Süden, über 400 bis 600 Metern schneit es.

Live-Karte: Wetter in Deutschland

Die untenstehende interaktive Karte zeigt, wo es gerade besonders stürmisch ist. Darüber hinaus kann man über den Zeitstrahl unten in der Grafik auch die Vorhersage für einen späteren Zeitpunkt abrufen. Oben rechts kann die dargestellte Ebene auch auf beispielsweise Regen oder Schnee umgestellt werden. 

Infos zur Karte: Sollte die Karte auf Ihrem Mobilgerät nicht oder fehlerhaft dargestellt werden, klicken Sie bitte hier. Bereitgestellt wird der Service von Windy.com. Die Macher nutzen für ihre Darstellungen und Vorhersagen das Modell vom "Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage". Aktuelle Warnungen zur Unwetterlage gibt es auch beim Deutschen Wetterdienst

Vom Frost verschont werden in der Nacht auf Sonntag nur der Oberrhein und die Küste, ansonsten wird es zwischen minus eins und minus sechs, in höheren Mittelgebirgslagen bis minus zehn Grad kalt. Im Süden kann es bis in tiefe Lagen schneien. Der Sonntag bringt viel Sonnenschein, die Höchsttemperaturen schaffen es aber nicht über fünf bis zehn Grad hinaus. Dazu ist es windig. Auch die folgende Nacht bringt Frost, und zu Beginn der neuen Woche ist laut DWD keine Wetteränderung in Sicht.

rös / DPA