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Grillen: Wer Wurst liebt, grillt Gemüse

Auch eingeschworene Fleischesser lassen sich mit diesen Rezepten davon überzeugen, dass Gemüse vom Grill aromatisch und einfach lecker schmecken kann.

Frische Würste von würdig gehaltenen Tieren, fein gewürzt und handwerklich gefertigt, gibt es immer seltener. Die kleinen Metzger sterben aus. Wer keinen Fleischer seines Vertrauens in seiner Nähe hat, kann statt Industriewürsten mit gutem Gewissen und Vorfreude Gemüse auf den Grill packen. Einfach mariniert und ordentlich geröstet schmeckt es so intensiv und lecker, dass man nichts vermisst.

Anders als bei Fleisch, das möglichst saftig bleiben soll, ist der Wasserverlust beim Gemüsegrillen geradezu erwünscht. Wie bei getrockneten Tomaten intensiviert sich dadurch bei allen Gemüsen der Geschmack.

Gegrilltes Gemüse

Für 6 Personen:

2 Bund Frühlingszwiebeln
1 große rote Zwiebel
1 große weiße Zwiebel
3 Chicoree
200 g große Champignons (so groß, dass sie nicht durch den Rost fallen)
je 3 rote und gelbe Paprikaschoten
einige milde Peperoni
Zitronendressing (s. Rezept)
500 g Knollensellerie
Salz
2 Stangen Poree

1.

Frühlingszwiebeln putzen, 1/3 des Grüns abschneiden. Die Zwiebeln pellen und in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Chicoree je nach Größe halbieren oder vierteln. Ganze Champignons, Paprika und Peperoni waschen und putzen.

2.

Knollensellerie schälen, in 2 cm dicke Scheiben schneiden und in Salzwasser ca. 8 Minuten weich kochen. Porreestangen in kochendem Salzwasser ebenfalls einige Minuten vorgaren, sie werden sonst auf dem Grillrost nicht gar. Das voerbereitete Gemüse in Zitronendressing marinieren und unter Wenden goldgelb grillen.

Tipp:

Das Gemüse eignet sich für nicht vegetarisch ausgerichtete Grillfreunde auch als Beilage zu Fleisch oder Fisch.

Eingelegte Paprika

Für 6 Personen:

3 gelbe Paprika
3 rote Paprika
Salz, Pfeffer
4 EL Balsamessig
8 EL Olivenöl

1.

Den Backofen auf 250 Grad vorheizen. Die Paprika waschen, vierteln die Kerne und den Stielansatz herausschneiden. Die Paprika mit der Hautseite nach oben auf ein Blech legen und auf der obersten Schiene des Backofens so lange rösten, bis die Haut schwarze Blasen wirft.

2.

Paprikaviertel aus dem Ofen nehmen und unter einem feuchten Tuch abkühlen lassen. Danach lässt sich die Haut leicht abziehen. Paprikafilets mit Salz und Pfeffer würzen, mit Balsamico und Olivenöl übergießen und kurz ziehen lassen.

Zitronendressing

Für ca. 750 ml:

250 ml Zitronensaft (von ca. 10 Zitronen)
4 Tl Meersalz
Pfeffer aus der Mühle
500 ml Olivenöl

1.

Von diesem Dressing gleich eine ganze Flasche ansetzen. Es ist sowohl für Salat und Gemüse als auch für Fleisch (wenn man anständiges bekommt) und Fisch als Marinade zu verwenden.

2.

Zitronensaft kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Olivenöl auffüllen. Das Dressing am besten in eine Flasche mit Schraubverschluss geben, damit die Flasche vor Gebrauch gut geschüttelt werden kann.

Limonade

Für ca. 2 Liter:

250 ml Läuterzucker (weißer Zucker im Verhältnis 1:1 in heißem Wasser aufgelöst)
Saft von 7 Limetten
1 Limette in Scheiben

1.

1,5 l Wasser - am besten Mineralwasser, je nach Geschmack mit oder ohne Kohlensäure - mit dem Läuterzucker und dem Limettensaft mischen.

2.

Die in dünne Scheiben geschnittene Limette dazugeben, alles ca. 1 Stunde ziehen lassen.

3.

Die Limonade durch ein Sieb gießen, in eine Flasche füllen und kaltstellen. Auf diese Weise lässt sich auch Zitronenlimonade herstellen. Zitronen geben aber mehr Saft, deshalb braucht man weniger Früchte.

Tipp:

Der Begriff Läuterzucker stammt noch aus der Zeit, als der Zucker nicht so rein war wie heute. Deshalb musste er für manche Verwendung erst gereinigt, also geläutert werden.

Himbeer-Granita

Für zwei Plastikflaschen à 0,75 Liter:

250 g Zucker
Saft von 1 1/2 Zitronen
1,25 kg Himbeeren (Tiefkühlware)
abgeriebene Zitronen- und Orangenschale von unbehandelten Früchten

1.

Den Zucker mit 400 ml Wasser aufkochen, Zitronensaft dazugeben, über die gefrorenen Himbeeren gießen und ziehen lassen, bis sie eben aufgetaut sind.

2.

Alles mit dem Pürierstab oder im Mixer pürieren und anschließend durch ein feines Sieb gießen. Das Püree mit etwas abgeriebener Zitronen- oder Orangenschale abschmecken (die ätherischen Öle in der Schale der Zitrusfrüchte verstärken den Fruchtgeschmack der Beeren).

3.

Das Himbeerpüree in Plastikflaschen füllen und über Nacht einfrieren lassen. In ein Handtuch gewickelt, lässt sich die gefrorenen Granita einige Stunden transportieren.

4.

Zum Servieren der Granita die Plastikflasche auf einen flachen Stein schlagen. bis die Eismasse geschmeidig ist. Die Flasche mit einem Sägemesser aufschneiden und das Eis herauslöffeln.

Tipp:

Einwegplastikflaschen für Mineralwasser o.ä. verwenden.

Maiskolben

Für 6 Personen:

6 frische Zuckermaiskolben

Zum Grillen eigenen sich am besten frische, helle Kolben, die noch viel Feuchtigkeit enthalten und deshalb nicht zäh und trocken werden. Die Kolben putzen, einfach auf den Rost legen und unter Wenden 6-8 Minuten goldgelb grillen. Die heißen Kolben werden mit Chili-Koriander-Butter (s. Rezept) bestrichen und gesalzen. Gegessen werden sie mit Hilfe einer Serviette und den Händen.

Chili-Koriander-Butter

Für 250 g:

1-2 Bund Koriandergrün
1 rote Chilischote
250 g Butter, zimmerwarm
1 TL Rosenpaprikapulver
Saft von 1/2 Limette
Salz

1.

Die Korianderblättchen abzupfen und fein hacken. Die Chilischote halbieren und die Kerne herauskratzen, das Fruchtfleisch in sehr feine Würfel schneiden.

2.

Die zimmerwarme Butter mit den Quirlen des Handrührers ca. 5 Minutzen schaumig schlagen. Nach und nach alle anderen Zutaten zufügen, mit Salz abschmecken. Die fertige Buttermischung in eine Schale füllen und gut abgedeckt im Kühlschrank fest werden lassen.

Gegrillte Polenta

Für 6 Personen:

1 Bund Thymian
1 Tl Salz
250 g Polentagrieß (instant)
100 g frisch geriebener Parmesan
1 El Olivenöl zum Fetten

1.

Die Thymianblättchen abzupfen (ca. 1 El) und grob hacken. 800 ml Wasser mit dem Salz aufkochen und den Polentagrieß unter Rühren hineinrieseln lassen. Die Herdplatte ausschalten und den Grieß 5 Minuten quellen lassen. Dabei ab und zu umrühren, damit nichts anbrennt.

2.

Parmesan und die Thymianblättchen unter den Polentabrei rühren, das Ganze auf ein geöltes Blech oder in eine flache Auflaufform gießen und glatt streichen.

3.

Polenta erst 30 Minuten offen auskühlen und dann bedeckt im Kühlschrank etwa 1 Stunde fest werden lassen. Die Polenta in mundgerechte Stücke schneiden und unter Wenden 8-10 Minuten goldgelb grillen

Volker Hobl / print
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.