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Nach bescheidener Ernte Deutsche Winzer verkaufen weniger Wein ins Ausland


Die Weinernte in 2014 war klein - entsprechend schwächelte der Export und lag deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Experten führen das wiederum auf die schlechte Ernte in 2013 zurück.

Nach einer vergleichsweise kleinen Weinernte in Deutschland haben die Exporteure 2014 deutlich weniger Wein ins Ausland verkauft als noch im Vorjahr. Insgesamt wurden rund 1,2 Millionen Hektoliter im Wert von 315 Millionen Euro ausgeführt. Dies teilte das Deutsche Weininstitut (DWI) am Montagabend im Vorfeld der internationalen Messe ProWein (15.-17. März) in Düsseldorf mit. Bei der Menge bedeutet dies ein Minus von 9,2 Prozent, beim Wert ein Minus von 5,6 Prozent.

"Die Exportrückgänge sind in erster Linie auf die unterdurchschnittliche Erntemenge des Jahrgangs 2013 zurückzuführen, weshalb nahezu alle Auslandsmärkte nicht im vollen Umfang bedient werden konnten", erläuterte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule. Der Durchschnittspreis pro Liter sei im Vergleich zum Vorjahr allerdings um zehn Cent auf 2,68 Euro geklettert. "Dies sind ab-Hof-Preise, was der Winzer bekommt", sagte Reule.

Qualitätsweine, die rund drei Viertel der Exportmenge ausmachen, konnten für 14 Cent mehr pro Liter verkauft werden und erzielten im Durchschnitt 2,97 Euro. Der wichtigste Auslandsmarkt für deutsche Weine sind nach wie vor die USA, gefolgt von den Niederlanden.

spo/DPA

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