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Der Weinheilige Pinot Noir – die Diva unter den Rotweintrauben

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Der Mann sieht aus wie ein Biker. Vollbart, Lederarmband, Wollmütze, lange Haare. Er müsste nur noch mit seinen klobigen Stiefeln die Zigarette ausdrücken und auf einer Harley in den Sonnenuntergang fahren. Mit seinem Karohemd könnte er aber auch Holzfäller in Kanadas Wäldern sein. Man kann sich Thomas Hertlein in vielen Szenarios vorstellen, nur nicht als Sommelier im Gourmetrestaurant. Doch genau dort ist er zu finden.


2008 eröffnete der gelernte Koch und Restaurantfachmann das immer ausgebuchte Kult-Restaurant "Die Blaue Donau“, das sich nicht nur wegen des exzellenten Essens besonderer Beliebtheit erfreut, sondern auch wegen der rockigen Musik, die zu später Stunde gerne mal lauter wird. Von der Weinkarte ganz zu schweigen. Vom Magazin "Falstaff" erhielt sie 20 von 20 Punkten, die "Süddeutsche" bezeichnet sie als "sensationell". Denn Hertleins "Leidenschaft und Kenntnis für und über Weine vor allem aus Deutschland, Österreich und Frankreich sucht ihresgleichen", so "Falstaff".


Thomas Hertlein wurde 1972 in Niederbayern geboren und wuchs dort zusammen mit seinem Bart auf. Den hatte er nämlich schon bevor es cool war. Seine ersten Stationen in der Restaurantwelt waren unter anderem das "Lenbach" oder das "Rincon" in München. Vor der "Blauen Donau" war er Teammitglied des Restaurants "Last-Supper", wo er von 2003 bis 2007 als "lebende Weinkarte" unterwegs war.
Abgesehen vom Wein liebt der tätowierte Gourmet auch andere alte Dinge: Er fährt eine Harley Panhead mit Kickstarter von 1956. Die Teile hat er weltweit eingekauft und zusammengebaut. Ein bisschen Biker schadet dann ja doch nicht. Es darf aber auch gern mal eine Vespa von 1963 sein.



In der Videokolumne "Der Weinheilige" spricht Hertlein außerdem auf humorvolle und angenehm entspannte Art über Wein und alles, was damit zu tun hat. Ohne Einstecktuch. Denn schließlich sollte der Wein im Vordergrund stehen und nicht der Sommelier. Wenn es nach ihm ginge sollte man Wein einfach gut behandeln. Man müsse den Wein im Gesamten sehen und nicht in seine Einzelteile zerlegen, wie es oft bei Weinproben passiert. Das passende Motto dazu: Der beste Wein schmeckt nicht, wenn man ihn mit Arschlöchern trinkt. Endlich sagt’s mal einer. Und dann noch auf Bayrisch. Das reißt auch den letzten Langweiler vom Hocker. – Biografie über facebook.de
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Warum es sich beim Pinot Noir lohnt, einen zweiten Schluck zu nehmen, obwohl er etwas teurer ist als andere Tropfen? Das erklärt der sympathisch-rockige Thomas "der Weinheilige" Hertlein aus Niederbayern.
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